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Sonderpädagogisches Förderzentrum Traunreut

wilhelm-loehe-foerderzentrum

Das Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut ist eine private Schule für Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf im Lern- und Leistungsbereich oder in der Sprache, in der Motorik und im Verhaltens- und Sozialbereich.

Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk Traunstein e.V.

Die Struktur des Förderzentrums

Das Wilhelm-Löhe-Förderzentrum gliedert sich in zwei große Abteilungen:

In die Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und in die Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.

Der Einzugsbereich unserer Schule erstreckt sich auf den nördlichen Landkreis Traunstein.

Weitere Angebote sind:

  • Frühförderung
  • Schulvorbereitende Einrichtungen (SVE)
  • Diagnose- und Förderklassen (DFK)
  • Stütz- und Förderklasse (SFK)
  • Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD) und Mobile Sonderpädagogische Hilfe (MSH)
  • Offene u. gebundene Ganztagsklassen
  • Partnerklassen

Aktuelles

Derzeit keine Einträge

Termine und Ferienordnung

Termine

Termine im Schuljahr 2018 / 2019

Tag Datum Termin
Dienstag 11.09.2018 1. Schultag im Schuljahr 2018/19
Donnerstag 27.09.2018 18:30 Uhr Elternabend
Sonntag 09.12.2018 14:00 Uhr Weihnachtsfeier
21.01. – 24.01.2019 Secial Olympics in Reit im Winkel
04.02.  – 14.02.2019 Lernentwicklungsgespräche
Freitag 15.02.2019 Ausgabe der Zwischenzeugnisse
Mittwoch 20.03.2019 ab 18.00 Uhr Elternsprechabend
Sonntag 26.05.2019 10:30 Uhr Sommerfest WLZ
Freitag 19.07.2019 10:15 Uhr Entlassfeier
Freitag 26.07.2019 Jahreszeugnisse; letzter Schultag im Schuljahr 18/19
Dienstag 10.09.2019 1. Schultag im Schuljahr 19/20

Ferienordnung

Ferienordnung

Im Einverständnis mit dem Elternbeirat gilt für das Schuljahr 2017/18 im Förderzentrum folgende Ferienregelung:

Letzter Schultag: Erster Schultag:
Freitag 27.10.2017 Montag 06.11.2017 Herbstferien
Dienstag 21.11.2017 Donnerstag 23.11.2017 Buß- und Bettag
Freitag * 22.12.2017 Montag 08.01.2018 Weihnachtsferien
Freitag 09.02.2018 Montag 19.02.2018 Faschingsferien
Freitag 23.03.2018 Montag 09.04.2018 Osterferien
Mittwoch 09.05.2018 Montag 14.05.2018 Christi Himmelfahrt
Freitag 18.05.2018 Montag 04.06.2018 Pfingstferien
Freitag * 27.07.2018 Dienstag * 11.09.2018 Sommerferien
An den mit *gekennzeichneten Tagen endet der Unterricht um 11.25 Uhr

Förderschwerpunkte, Diagnose- und Förderklassen

Diagnose- und Förderklassen

forderzentrum-foerderklassen

In den DFK werden die Lernziele des Grundschullehrplans der 1. und 2. Klasse in 3 Jahren unterrichtet. Die Lernziele werden sonderpädagogisch aufbereitet und individuell den Schülern vermittelt. Ein Schulwechsel ist nach jeder Jahrgangsstufe möglich. Kosten für Schulgeld oder Beförderung fallen nicht an. Für Kinder, die die DFK besucht haben, wird eine Regelschulzeit von 10 Jahren erlaubt. Die Schülerhöchstgrenze pro Klasse beträgt 12 Kinder.


DFK – Arbeitsweisen

Im Konzept der DFK steht ein individualisierender, differenzierender sonderpädagogischer Unterricht im Vordergrund.

Freiarbeit nach Plan für jeden Schüler, Stationenarbeit in Mathematik und Deutsch, viel Bewegung, um die Grundwahrnehmungssysteme zu stärken, Einbeziehen von wichtigen Erkenntnissen aus der Neuropsychologie und Neurologie versuchen die Kinder in ihrer Gesamtheit zu fördern und Motivation und Freude am Lernen zu erhalten und zu stärken.


DFK – Aufnahme

Erzieherinnen in Kindergärten, Mitarbeiter der Frühförderung, Ärzte oder Lehrer beim Schulreifetest können Eltern eine DFK-Beschulung ihres Kindes anraten.

Wenn Eltern vermuten, dass Teilleistungsschwächen einen erfolgreichen Grundschulbesuch ihres Kindes verhindern, wenden sie sich direkt an das Wilhelm-Löhe- Förderzentrum, und zwar im Zeitraum von Anfang Februar bis Ende Juni.
Die Kontaktaufnahme geschieht über das Sekretariat.


DFK – Fachdienste

Bei größeren Teilleistungsstörungen wird versucht, Fachdienste hinzuzuziehen. Dies ist durch die geringe Stundenzahl der Therapeuten leider nur bedingt in der Schule möglich, ein ärztliches Rezept ist Voraussetzung für eine Behandlung in der Schule. Zur Zeit arbeiten Logopäden sowie Ergotherapeuten an der Schule.

 


DFK – Diagnose

Schon bei der 1. Vorstellung des Kindes kristallisieren sich im Screening-Verfahren Förderbereiche heraus:

z.B. Sprache, Feinmotorik, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung, akustischer Bereich, optischer Bereich, Integration der beiden Gehirnhälften usw.

Bei größeren Auffälligkeiten werden Fachdienste hinzugezogen.

Wenn das Kind ab September in der DFK eingeschult ist, werden vom Klassenlehrer im Unterricht und vom Förderlehrer in der Einzelsituation Diagnosen erstellt, die ständig überprüft und ergänzt werden.

Im WLF wird jedes Kind mit einem Screening-Verfahren individuell getestet. Die Schule entscheidet über eine Aufnahme.


DFK – Förderung

Förderung geschieht durch den Unterricht, der sonderpädagogisch aufbereitet wird und im 1. Schulbesuchsjahr viel Zeit für die Grob- und Feinmotorik und die Basissinne aufwendet.

Ein Förderlehrer wählt in Absprache mit dem Klassenlehrer Kinder einzeln oder in Kleingruppen aus und fördert hier gezielt und individuell. Die Eltern bekommen Anregungen für zu Hause.


DFK – Schulwechsel

  • Ein Schulwechsel ist nach jedem Schuljahr möglich.
  • Die Lehrkraft empfiehlt einen Wechsel oder einen Verbleib in der DFK.
  • Auf Wunsch der Eltern kann auf alle Fälle ein Probeunterricht an der Grundschule erfolgen.
  • Mit den Eltern sowie mit der Grundschule wird nach dem Probeunterricht, der unterschiedlich lange dauern kann, gemeinsam der weitere Schulweg besprochen.
  • Das Kind wechselt auf Wunsch der Eltern an die Grundschule.

Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung

Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung schließt an den Diagnose- und Förderbereich an und umfasst die Klassen 3 bis 9.

Schülerinnen und Schüler, die einen noch andauernden, umfänglichen Förderbedarf im Bereich Lernen, Sprache sowie in emotionaler und sozialer Entwicklung aufweisen, werden in der Abteilung Lernen nach individuellen Förderplänen innerhalb eines Rahmenlehrplans gemäß ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse unterrichtet.
In den Förderstufen II und III (Jahrgangsstufen 3 – 6) bestimmt ein individualisiertes Lernangebot zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, der sozial-emotionalen Entwicklung, der Schlüsselqualifikationen sowie zum Erwerb grundlegender schulischer Kompetenzen das Unterrichtsgeschehen.
Ab der Förderstufe IV (Jahrgangsstufen 7 – 9) zielt der Unterricht auf eine breite Allgemeinbildung hin, er dient der beruflichen Orientierung und setzt sich mit Fragen der Berufs- und Arbeitswelt auseinander. Er schafft die Grundlagen für das spätere Lernen und Arbeiten in einer Berufsschule. Fächer wie IKT (Informations- u. Kommunikationstechnik), Praxis Technik, Praxis Soziales oder BLO (Berufs- und Lebensorientierung) sowie Betriebspraktika bekommen einen hohen Stellenwert.

Um den Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt zu erleichtern, werden die Unterrichtsinhalte in den Klassen 7 – 9 immer mehr auf diese Bereiche zugeschnitten. In der 7. Jahrgangsstufe soll der Betriebserkundung breiter Raum verschafft werden, um eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

In den Sonderpädagogischen Diagnose- und Werkstattklassen (Jahrgangsstufen 8 – 9) nehmen die Jugendlichen entsprechend der berufswahlvorbereitenden Zielsetzungen im Umfang von jeweils ca. 6 Wochen pro Schuljahr unterschiedliche Formen von Praktika (Orientierungs- und Individualisierungsphase) wahr, um Interessen, Neigungen und Fähigkeiten zu erkunden. Auch die Möglichkeit von einzelnen Praxistagen über das ganze Schuljahr hinweg (beispielsweise ein Praxistag pro Woche) stellt mitunter eine sinnvolle Variante dar.
Am Sonderpädagogischen Förderzentrum und damit auch an unserer Schule können inzwischen folgende Abschlüsse erreicht werden:
Individueller Abschluss
Individuelle Kompetenzen und Leistungen
Grundlage: Rahmenlehrplan Lernen

Abschluss im Bildungsgang des Förderschwerpunkts Lernen nach Abschlussprüfung
Schriftliche Prüfung in Mathematik und PCB/GSE – Schriftliche und mündliche Prüfung in Deutsch
Projektprüfung
Grundlage: Rahmenlehrplan Lernen bzw. Kompetenzraster für die Jahrgangsstufen 8 und 9

Abschluss der Mittelschule nach Abschlussprüfung
Schriftliche Prüfung in Mathematik, PCB/GSE und BLO-Theorie – Schriftliche und mündliche Prüfung in Deutsch
Projektprüfung
Grundlage: Lehrplan der Mittelschule

Die Kooperation mit Berufsberatung und psychologischer Abteilung der Agentur für Arbeit in Traunstein unterstützt die Jugendlichen bei der richtigen Wahl des weiteren Ausbildungsweges.

Nach erfüllter Schulpflicht besuchen die Jugendlichen in aller Regel die Einrichtungen der Jugendsiedlung Traunreut (Berufsvorbereitung, Berufsschule, Ausbildung) oder ein Berufsbildungswerk (BBW) in der weiteren Umgebung.


Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

… man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”
Antoine de Saint-Exupery


Wer besucht die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?

Die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besuchen Schüler im Alter von 6 – 18 Jahren aus dem nördlichen Landkreis Traunstein. Wir sind überzeugt, dass jeder Schüler eine Fülle von Fähigkeiten und Möglichkeiten mitbringt, die es zu entdecken und weiter zu entwickeln gilt.
Wir nehmen hier behinderte oder von Behinderung bedrohte Schüler auf, die auf Grund ihres hohen Förderbedarfs die Grundschule oder die Diagnose- und Förderklassen nicht erfolgreich besuchen können.


Welche Ziele hat die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?

Individuelle Lebensbewältigung – ein hoher Anspruch, der besagt, dass jedem Schüler geholfen werden soll, seinen individuellen Lebensweg zu gestalten. Im Vordergrund unserer Arbeit stehen deshalb die Stärkung der Persönlichkeit, sowie die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, mit dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen zu ermutigen und zu befähigen, so weit wie möglich am aktiven Leben teilzunehmen.


Welche Inhalte vermittelt die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?

Wir arbeiten nach dem Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Der Aufbau des Lehrplans folgt zwei Überlegungen: Die Lerninhalte orientieren sich zum einen am traditionellen Fächerkanon (Religion, Deutsch, Mathematik, Heimat, Sport, Werken …) mit dem Schwerpunkt auf Inhalte, die “für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung von Bedeutung sind” (Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung S. 24). Zum anderen werden in den Lernbereichen Wahrnehmung und Bewegung, Denken und Lernen, Kommunikation und Sprache, Persönlichkeit und soziale Beziehungen und Selbstversorgung Inhalte aufgegriffen, die sich auf grundlegende Bedürfnisse und Fähigkeiten beziehen und für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung von besonderer Bedeutung sind” (Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung S. 25).


Welche Aufgaben hat die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung?

Die wesentlichen Anliegen unserer Schule sind (Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung S. 3 f):

  • “Bildung für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig vom Schweregrad ihrer Beeinträchtigung”
  • “Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungsstandes und Lebensalters”
  •  Anbieten von “Modernen Lerninhalten”
  • “Prävention und Intervention”
  • “Integrativer und offener Unterricht”
  • “Integration durch Kooperation”

Mit wem arbeiten wir zusammen?

Um den individuellen Lernbedürfnissen, Interessen und Ängsten der Schüler gerecht werden zu können, tauschen wir uns regelmäßig mit den Eltern und verschiedenen Fachdiensten aus. Bei Schülern, die im Wilhelm-Löhe-Heim oder in der Wilhelm-Löhe-Tagesstätte sind, finden darüber hinaus regelmäßig Einzelfördergespräche mit den Erziehern dieser Einrichtungen statt. Wenn uns die Eltern ihr Einverständnis geben, tauschen wir uns, zum Wohle der Kinder, auch mit Therapeuten, Ärzten und Mitarbeitern von anderen Einrichtungen aus.
Da es in unserem Förderzentrum auch Diagnose- und Förderklassen sowie den Förderschwerpunkt Lernen gibt, können wir bei Bedarf einen möglichen Wechsel des Förderschwerpunkts durch Probeunterricht anbahnen.


Die Klassen in der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besuchen derzeit ca. 110 Schüler. Unsere Klassen sind mit 8 – 12 Schülern recht klein, so dass wir gut auf einzelne Kinder eingehen können. Jeder Schüler besucht vier Jahre die Grundschulstufe sowie fünf Jahre die Mittelschulstufe. Sie absolvieren somit in neun Jahren ihre Allgemeine Schulpflicht. Im Anschluss daran kann die Berufsschulpflicht mit dem dreijährigen Besuch der Berufsschulstufe erfüllt werden.

 

SFK / Sonderpädagogische Stütz- und Förderklasse

Die Sonderpädagogische Stütz- und Förderklasse (SFK)

Mit Beginn des Schuljahres 07/08 wurde an unserem Förderzentrum eine sonderpädagogische Stütz- und Förderklasse eingerichtet. Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen, die auf Grund gravierender Verhaltensauffälligkeiten das reguläre Schulangebot weder der Förderschule noch der Regelschule vorübergehend wahrnehmen können, werden in dieser Klasse unterrichtet.

Ziel der SFK ist es, die Kinder und Jugendlichen emotional und sozial soweit zu stabilisieren und zu fördern, dass sie wieder in die Regel- bzw. Förderschule rückgeführt werden können.
Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Schule und Jugendhilfe hier eng verzahnt zusammen und bringen Personal (Sonderpädagogen und Heil- bzw. Sozialpädagogen, Psychologin) in die SFK ein.  Die Beschulung in der SFK dauert mindestens ein Schuljahr, die Klassenstärke beträgt maximal 5 Schüler. Es sind immer zwei Pädagogen in der Klasse präsent, um dem besonderen Aufmerksamkeitsanspruch dieser Kinder gerecht zu werden und eventuell Einzelgespräche bzw. – maßnahmen zu ermöglichen.

Neben einem leistungsdifferenzierten Fachunterricht sollen im Schwerpunkt folgende Methoden dem Schüler helfen, seine Ziele zu erreichen.

Erlebnispädagogisches Arbeiten
Die Aktionen sind sowohl den körperlichen Möglichkeiten der Schüler als auch der Witterung und Jahreszeit entsprechend angepasst. Darüber hinaus wird die Persönlichkeit durch die erlebten Erfahrungen in der Natur geprägt (Grenzerfahrungen, körperlich aktiv sein, Selbstüberwindung, Erfolgserlebnisse, Selbsteinschätzung, Verantwortung direkt erfahren, Gruppenerlebnisse etc.)

Praktisches Arbeiten
Beim praktischen Arbeiten geht es vor allem darum, mit den Schülern grundlegende Arbeitstugenden (Entdecken persönlicher Talente, Eigenverantwortlung, Teamarbeit, Durchhaltevermögen, Sorgfalt) in einem logischen und verständlichen Zusammen-
hang zu üben. Erfolge werden direkt sichtbar (z.B. Pausenverkauf, Weihnachtsbasar, Kochen, Zerlegen von Elektrogeräten etc.)

Musisches Arbeiten
Die Schüler können verschiedene Instrumente (Gitarre, Keyboard, Kongas) ausprobieren und erleben hier eine neue Form des Ausdrucks und der Konzentration. Auch Zeichnen und kreatives Gestalten werden je nach Neigung genutzt.

Eine persönliche Beziehung zu den Schülern und ein respektvoller, offener Austausch mit Eltern und Erziehern sind Basis unserer pädagogischen Arbeit.

Im Schuljahr 17/18 unterrichten in der SFK:

Fr. Meder, StRin FS (Klassenleiterin)
Hr. Melz, Heilpädagoge
Hr. Pitigane, Sozialpädagoge
Hr. Schuhegger, HPU
Fr. Blank, Psychologin
Hr. Schwabe, Praktikant

 

Partnerklassen

Partnerklassen an der Mittelschule Trostberg

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden an der Mittelschule in Trostberg im Zuge der Inklusion in den Jahrgangsstufen 5 – 8
Partnerklassen geführt.
Das Konzept beinhaltet, dass jeweils eine Regel- und eine Förderschulklasse gemeinsam von Lehrkräften der Mittelschule und des Förderzentrums geführt werden. Dabei findet ein Großteil des Unterrichts im Klassenverband statt.
In Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Englisch wird differenziert in einem eigenen Klassenzimmer unterrichtet. Zusätzlich erhalten sowohl die Förderschüler als auch die Regelschüler je nach Bedarf individuelle Unterstützung.
In der 8. Klasse wurde dieses Schuljahr ein besonderer Förderschwerpunkt auf das Fach Mathematik gelegt, da hier einige Schüler ganz andere Themen bearbeiten müssen, als ihre Mitschüler. Zu festen Zeiten treffen wir uns, teilweise auch aus unterschiedlichen Klassen, um an dem Stoff zu arbeiten, der für den jeweiligen Schüler gerade besonders wichtig ist. Das Arbeiten in Kleingruppen ist für die Schüler meistens sehr motivierend, da sie hier Erfolgserlebnisse haben, die ihnen im Regelunterricht oft gefehlt haben.
Außerunterrichtliche Aktionen finden natürlich gemeinsam mit der ganzen Klasse und beiden Lehrkräften statt. Dies gilt für Wandertage und Ausflüge, Frühstücken an Weihnachten oder Ostern, Fahrten ins Schullandheim, die Teilnahme am Welttag des Buches oder am Lesewettbewerb, der Besuch des Berufsinformationszentrums sowie der Organisation und Durchführung von Schulfesten.
Wichtige Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen von Partnerklassen sind sowohl Schüler, Eltern und Lehrer, die für das Thema Inklusion aufgeschlossen sind, als auch eine gute Zusammenarbeit zwischen der Regel- und der Förderschule. Und obwohl das Konzept erst seit wenigen Jahren praktiziert wird, ist schon jetzt das selbstverständliche Miteinander der Schüler beider Schularten deutlich zu erkennen.

Von Seiten des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums unterrichten im Schuljahr 2017/18 in den Partnerklassen:

Bettina Noss – Caroline Machatschek – Bärbel Schambeck – Gerlinde Stuhlreiter

Sonstiges

SVE • Schul - Vorbereitende - Einrichtung

SVEWir sind zuständig

  • für Kinder mit erhöhtem oder sonderpädagogischem Förderbedarf im Vorschulalter (3,5 – 7 Jahre) oder
  • für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die von der Schulpflicht zurückgestellt sind und
  • ihren Wohnsitz im nördlichen Landkreis Traunstein haben

Wir bieten an:

  • Betreuung Ihres Kindes in Kleingruppen von ca. 10 Kindern, jeweils vormittags (während der Schulferien ist die SVE geschlossen)
  • Individuelle Förderung durch Heilpädagogen, Förderlehrer und Sonderschullehrer
  • Zusammenarbeit mit Eltern, Frühförderung, Krankengymnasten, Sprach- und Ergotherapeuten, Psychologen etc.
  • kostenlose Busbeförderung

 Wir nehmen Kinder auf,

  • die Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen aufweisen im Bereich
  • der motorischen Entwicklung (Gleichgewicht, Bewegungsplanung, Koordination, Feinmotorik)
  • der Wahrnehmung und Konzentration (kann mündliche Aufträge nicht umsetzen, hört nicht zu, spürt sich selbst u. Materialien sehr wenig oder ist über empfindlich)
  • der Sensorischen Integration (d.h. im Zusammenwirken der Grundsinne: fühlen, hören, sehen…)
  • der geistigen Entwicklung (Merkfähigkeit, abstraktes Denken)
  • der sprachlichen Entwicklung (Sprachverständnis, Satzbau, aktive Sprache…)
  • der Persönlichkeitsentwicklung (sich selbst wahrnehmen, Selbstvertrauen, sich situationsgerecht zu verhalten, ausdauernd allein u. mit anderen zu spielen)

Unsere Förderschwerpunkte in der SVE richten sich nach den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes und umfassen:

  • psychomotorische Fördereinheiten
  • Schwimmen im eigenen Therapiebad
  • Heilpädagogisches Reiten
  • gezielte Übungen zur Wahrnehmung u. sensorischen Integration
  • feinmotorische und sprachliche Förderung
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Hinführung zur größtmöglichen Selbständigkeit

Unser Ziel

ist die Schulreife Ihres Kindes. Wir sind bestrebt, Ihrem Kind den Weg in die Grundschule zu ermöglichen oder bei Bedarf die begonnene Förderung in den sonderpädagogischen Diagnose- und Förderklassen (DFK) oder der Grundschulstufe der Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (SchiLb) fortzusetzen.


SVEWie Sie Ihr Kind anmelden:

Nach persönlicher oder telefonischer Voranmeldung nehmen unsere zuständigen Sonderschullehrer oder Heilpädagogen Kontakt zu Ihnen auf und vereinbaren einen Vorstellungstermin. Dieser dient uns zu einem ersten Kennenlernen Ihres Kindes und um Sie individuell zu informieren und zu beraten. Sie haben dabei die Gelegenheit, vieles über uns und unsere Arbeit zu erfahren.

Wie jedes Jahr verlässt uns ein Teil der Kinder zum Schuljahresende.
Sie besuchen nach der Schulvorbereitenden Einrichtung die Grundschulen ihres Heimatortes, manchen kommt aber die Förderung und der besondere Unterricht in den kleineren Diagnose- und Förderklassen mehr entgegen.

Die individuellen Ansätze stehen im Vordergrund, was man auch an der persönlichen Note der jeweiligen Schultüte erkennen kann.

Offene Ganztagsschule

Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es an unserer Schule auch eine Betreuung externer Schülerinnen und Schüler über den Schulvormittag hinaus.

Wie sieht dieses Angebot aus?

Die nachmittägliche Betreuung erfolgt von Montag bis Donnerstag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal des Wirtschaftsgebäudes beginnt um ca. 13.45 Uhr die Hausaufgabenbetreuung. Die verbleibende Zeit bis 16.00 Uhr wird von den Gruppen sehr vielfältig genutzt. Je nach Interessenslage kann gelesen, gemalt oder gebastelt werden. Gerne spielen alle zusammen auch beliebte Gesellschaftsspiele.

Natürlich kann auch unser weitläufiges Gelände für diverse Unternehmungen bzw. sportliche Aktivitäten genutzt werden.

Derzeit betreuen die offene Ganztagsschule Judith Müller-Gerber, Tina Bauer, Dan Pitigane, Sarah Bernhauer und Astrid Untch. Die Kosten für das Mittagessen betragen übrigens pro Schüler und Monat 65 Euro.

Gebundene Ganztagsschule

Gebundener Ganztag

Wie auch in den regulären Diagnose- und Förderklassen bzw. den Klassen der Grundschulstufe des Förderschwerpunkt Lernen findet in den Gebundenen Ganztagsklassen am Vormittag Unterricht statt. Gegen Mittag decken einige Kinder den Tisch und holen das Mittagessen von der Wilhelm-Löhe-Küche. Gegessen wird in familiärer Atmosphäre. Nach einer weiteren kurzen Unterrichtseinheit gehen alle Schülerinnen und Schüler der gebundenen Ganztagsklassen in die Bewegungspause.
Im Außenbereich können der Schulgarten, der große Sandkasten, der Schlittenberg, Niedrigseilgarten, Sportplatz etc. genutzt werden. Hier haben die Kinder Gelegenheit, frei zu spielen und sich zu bewegen. Im Schulhaus stehen vor allem die Turnhalle sowie ein Rhythmikraum für gemeinsames Spielen und Bewegen zur Verfügung.
Am Nachmittag findet nochmals Unterricht statt, außerdem werden weitere Aktivitäten angeboten, in diesem Schuljahr beispielsweise Chor, Kinderyoga oder Trommeln.
Die Kosten für das Mittagessen in den gebundenen Ganztagsklassen müssen von den Eltern übernommen werden, in Einzelfällen kann ein Zuschuss beantragt werden.

MSH - Mobile Sonderpädagogische Hilfe

MSH – Mobile Sonderpädagogische Hilfe

Die Mobile Sonderpädagogische Hilfe ist ein Angebot für Kindergartenkinder, ihre Eltern und die Erzieherinnen von Kindertageseinrichtungen des nördlichen Landkreises Traunstein.

Nach dem Motto “Frühe Hilfen sind wirksame Hilfen” bieten wir Beratung, Diagnostik und Förderung von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen in der jeweiligen Kindertageseinrichtung an.

Frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsrisiken und zielgerichtete Förderung sind wesentlich für die Persönlichkeitsentwicklung und auch den Erwerb der Schulreife.

Aufgabengebiete der MSH

  • Diagnostik des kindlichen Entwicklungsstandes
  • Beratung von Eltern, Erzieherinnen u. Erziehern
  • Kooperation mit Fachdiensten
  • Gezielte Förderung des Kindes in spielerischen Situationen
  • Weitervermittlung an therapeutische und pädagogische Einrichtungen

Mögliche Förderbereiche

Motorik

Freude an der Bewegung
Körperkoordination und Geschicklichkeit
Förderung der Feinmotorik

Sprache

Kommunikation: Erzählen, zuhören, miteinander sprechen
Sprachförderung: Wortschatz erweitern, sprachliche Strukturen erwerben
Phonologische Bewusstheit: Genau hinhören, sprechen, reimen

Emotionales Erleben und soziales Verhalten

Sich selbst, die eigenen Gefühle und Fähigkeiten wahrnehmen
Beziehungen zu anderen aufbauen
Konflikte aushalten und lösen
Regeln kennen und einhalten

Lernen

Interesse und Freude am Lernen entwickeln
Wahrnehmungsförderung: Dinge der Umwelt fühlen, sehen und hören
Herausforderungen annehmen
Neues entdecken und ausprobieren
Sich auf eine Aufgabe konzentrieren und sie zu Ende bringen

Team der MSH im Schuljahr 2017/18

Feichtinger Claudia, HPU
Metzger Katrin, StRin FS
Profitlich Thomas, Sprachtherapeut u. Heilpädagoge
Zimmermann Ulla, HFL

Wie erreichen Sie uns?

Über das Sekretariat des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums

Montag bis Freitag: 08.00 – 14.00 Uhr

Tel. 08669-78760

MSD - Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

MSD – Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst am SFZ Traunreut ist ein Angebot für Schüler in Grund- und Mittelschulen des nördlichen Landkreises Traunstein.

Schüler und Schülerinnen  mit Auffälligkeiten im Bereich Lernen, Sprache oder Verhalten werden an der jeweiligen Grund- oder Mittelschule sonderpädagogisch unterstützt und begleitet.
Wir arbeiten mit Eltern, Lehrern und auch den verschiedenen Fachdiensten (Sozialpädiatrisches Zentrum, Schulpsychologen, Beratungslehrern, Ergotherapeuten, Logopäden etc.) zusammen.
Im Sinne der Inklusion ist es das Ziel, durch Diagnostik, Beratung und individuelle Förderung den Verbleib des Schülers an der Regelschule zu ermöglichen.

Bei welchen Auffälligkeiten kann der Einsatz des MSD angezeigt werden?

– Schwache Schulleistungen in einem oder mehreren Fächern
– Arbeits- und Leistungsverweigerung
– Schulangst
– Massive Unterrichtsstörungen
– Aggressives Verhalten
– Sprachauffälligkeiten
– Probleme im Lese- und Schreiblernprozess
– Probleme im Bereich der Grob- und Feinmotorik

Wie kommt der MSD an die Regelschule?

Vermutet die Klassenleitung der Grund- oder Mittelschule einen sonderpädagogischen Förderbedarf, kann in Absprache mit den Eltern und der Schulleitung der MSD angefordert werden.

Vor Anforderung des  MSD sollte in der Regel Kontakt, Gespräch und Überprüfung der Problematik des Kindes durch die zuständige Beratungslehrerin und die Schulpsychologin stattgefunden haben.

Über das Anmeldeformular beantragen Schul- und Klassenleitung den MSD des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums. Dieser setzt sich so schnell wie möglich mit der Klassenlehrkraft der Regelschule zum Informationsaustausch und zur Auftragsklärung in Verbindung.

Wie arbeitet der MSD?

– Wir klären durch geeignete Screening- und Testverfahren den Förderbedarf des Schülers ab.

– Wir vermitteln und koodinieren Kontakte zu therapeutischen und pädagogischen Fachdiensten.

– Wir fördern: Im Bedarfsfall kann das Kind während der Unterrichtszeit, in der Regel einmal pro Woche, Förderung erhalten. Die Dauer der Fördermaßnahme kann von einigen Wochen bis zu einem Schuljahr betragen.

– In Zusammenarbeit und im Austausch mit der Klassenleitung und den Eltern werden geeignete Fördermaßnahmen und entsprechende Lernmaterialien vorgeschlagen.

– Kann der Förderbedarf des Kindes an der Regelschule auch mit Unterstützung des MSD nicht abgedeckt werden, kann auch eine Beratung hinsichtlich eines Schulwechsels an das Förderzentrum erfolgen.

Team des MSD im Schuljahr 2017/18:

Bock Eva-Maria, StRin FS
Bornheim-Moch Ines, StRin FS
Buchauer Tanja, StRin FS
Hillebrand Margit, StRin FS
Metzger Katrin, StRin FS
Plöckl Agnes, StRin FS

SMV - Schülermitverantwortung


SMV

Wir sind Mitglieder der SMV an unserer Schule und wollen Euch etwas von uns und unserem Schulleben erzählen. Habt Ihr Lust, aufzupassen?

Was heißt denn eigentlich S M V ausgesprochen? Jeder hat diese Abkürzung schon einmal gehört, aber ausgesprochen bedeutet es

Schüler mit Verantwortung.


Und was machen wir da?

Wir reden mit anderen Schülern über ihre Probleme und wenn wir diese nicht selber in dem Gespräch lösen können, wenden wir uns an den betroffenen Lehrer. Wir haben ein Schweigeversprechen unterschrieben. Dies bedeutet, dass wir über bestimmte Inhalte, Besprechungen usw. nicht mit anderen darüber reden.

Im Pausenhof helfen wir den Lehrern, damit die Pause ruhig ablaufen kann, d.h. dass wir bei Raufereien, die leider auch mal vorkommen, eingreifen und versuchen, die Lage zu klären und wieder Frieden zu stiften.

Wir veranstalten für die Oberstufe Discoparties, Abschiedsfeste, damit das Schulleben leichter und schöner ist. Für dieses Mal haben wir ein Weihnachtsfrühstück geplant. Wir versuchen auch, den anderen Schülern ein Vorbild zu sein.

Wenn wir tolle Ideen zum Schulleben haben, besprechen wir diese mit der Schulleitung, die sich dafür immer Zeit nimmt (z.B. die Gestaltung des neuen Pausenhofes). Manche unserer Ideen werden mit berücksichtigt und das finden wir toll.

Vor einigen Jahren hat die damalige SMV den Pausenverkauf an der Schule wieder ins Leben gerufen, der bis heute sehr zur Freude von Schülern und Lehrern stattfindet. Dafür bereitet täglich eine andere Klasse etwas vor, um es zu verkaufen. Der Erlös fließt in die Klassenkasse ein.

Profil Inklusion

“Die inklusive Schule ist ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen” (BayEUG Art. 30b).

“Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf können gemeinsam in Schulen aller Schularten unterrichtet werden” (BayEUG Art. 30a).

Als Förderzentrum mit dem Schulprofil Inklusion wollen wir uns dafür öffnen, diesem Anspruch gerecht zu werden. Aus diesem Grund wollen wir in Zukunft Schüler ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in Form von sog. Partnerklassen der allgemeinen Schulen aufnehmen.
“Formen des gemeinsamen, regelmäßig lernzieldifferenten Unterrichts sind darin enthalten” (BayEUG Art. 30b).

Derzeit bereiten wir uns konzeptionell und raumtechnisch auf die bevorstehende Aufgabe vor, wobei wir neueste inklusionspädagogische und – didaktische Kenntnisse einbeziehen.

Schon jetzt begrüßen wir immer wieder Klassen der Regelschule in unserem Haus und gestalten mit diesen gemeinsam Schulleben. Mit Freude stellen wir dabei fest, wie offen und unkompliziert die Schülerinnen und Schüler miteinander umgehen.

Und seit einigen Jahren tragen wir mit unserem Personal plus Fachwissen mit dazu bei, das Schulprofil Inklusion
in der Grund- und Mittelschule Trostberg zu verwirklichen.

 

Inklusionswiese – erstellt von S. Bjarsch u. Eva-Maria Bock

Fachdienste

Fachdienste an der Schule

Am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum arbeiten auch in diesem Schuljahr sowohl Logopäden wie auch Ergotherapeuten von freien Praxen. Da diese Therapeuten nur mit geringer Stundenzahl bei uns arbeiten, sind die Plätze bei ihnen sehr begrenzt. Es können daher grundsätzlich nur Kinder angenommen werden, für die nachmittags keine Möglichkeit besteht, an einer externen Therapie teilzunehmen.
Ein ärztliches Rezept ist auch für eine Therapie innerhalb der Schule notwendig, ebenso ist die Rücksprache mit der Klassenlehrkraft unbedingte Voraussetzung.

Die Geschichte des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums

Frau Risse, ehemalige Schulleiterin der Wilhelm-Löhe-Schule erinnert sich an die ersten Jahre der “Heimhilfsschule” in Traunreut:

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In den 50er Jahren hatte die Ev. Kirche Traunstein das Gelände an der Wichern Straße in Traunreut erworben. In den Häusern, die aus der Kriegszeit stammten, gab es den Grundlehrgang für Mädchen, das Lehrlingswohnheim, ein Wirtschaftsgebäude und ein Kinderheim.

Träger der Einrichtungen war die Innere Mission.

Im Mai 1958 zeichnete es sich ab, dass das Lehrlingsheim nicht mehr sehr frequentiert war und man über eine neue Verwendung nachdachte. Dekan Kelber fragte mich, ob ich bereit wäre als Lehrerin an eine Hilfsschule nach Traunreut zu gehen. Ich hätte ein Zusatzstudium gebraucht, mit 5-jähriger Verpflichtung, an der Hilfsschule zu unterrichten. Vom Plan bis zur Ausführung sollte noch einige Zeit verstreichen. Im Oktober 1960 wurde der Plan bei einer Tagung der Obb. Jugendamtsleiter mit der Inneren Mission diskutiert.

Am 18.5.61 wurde der Antrag zur Eröffnung der Heimhilfsschule gestellt; ein österr. So-Oberlehrer konnte für 2 Jahre gewonnen werden. Das bisherige Wirtschaftsgebäude wurde zum Schulhaus umgebaut mit 3 Klassenzimmern, das Dach wurde um einen Meter gehoben und Wohn- und Schlafräume für eine Bubengruppe eingebaut.

Im September 61 waren die ersten Kinder aufgenommen worden und nach 4 Monaten Provisorium konnte am 26.1.62 das Schulhaus eingeweiht werden.

Anfangs besuchten 27 Kinder die Hilfsschule. Anfragen an die einzige Hilfsschule mit Internat in Südostbayern kamen in Massen – Kinder aus Volksschulen, vom Elternhaus ohne Schulbesuch, vom Nervenkrankenhaus Haar, von der Heckscher Klinik München und auch von anderen Hilfsschulen, wenn Heimunterbringung nötig war. So musste im Schuljahr 62/63 mit einer 2. Klasse begonnen werden. Im September 62 trat ich meine Dienst in Traunreut an. Es gab eine Oberstufe mit 27 Kindern und meine Unterstufe mit 33 Kindern. Der Klassenraum hatte 35 qm. Da wurde schon oft die Luft knapp. Ich hatte auch nur einen kleinen Tisch für meine Vorbereitungen und wenn es auf dem Gang ruhig war, konnte ich mal für einige Zeit die Tür auflassen.

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Von den 60 Schülern waren 53 im Internat, betreut von 3 Erzieherinnen – an eine 40 Stundenwoche war da nicht zu denken. Zur Entlastung des Heimes wurde unterrichtet an 6 Tagen von 8 Uhr 30 bis 12 Uhr und an 4 Tagen von 14 – 16 Uhr. Ein eigenes Auto existierte bei den meisten Erziehern nur als Wunschtraum. Nach Dienstbeginn gab es oft Enttäuschung über den häufigen Wochenenddienst, aber bald stellte man fest, dass ein freier Tag unter der Woche auch seine Vorteile hatte – am Wochentag fuhren öffentliche Verkehrsmittel viel häufiger als am Sonntag.

Die Anfragen nach Heimplätzen nahmen beständig zu, auf einen Entlassschülerplatz kamen ca. 10 Anmeldungen. In den Häusern des Heimes wurde viel umgebaut, Dachboden ausgebaut – aber zusätzlicher Schulraum stand nicht zur Verfügung. Im Oktober 67 konnte aus dem Spendenfond der Aktion Sorgenkind ein Fertigbau im Garten aufgestellt werden, bestehend aus einem Klassenzimmer und dem so nötigen Werkraum. Von 1970 bis 1972 hat die Stadt Räume im alten Schulhaus an der Finkensteiner Straße zur Verfügung gestellt. Seit 1970 wurde an der Salzburger Str. für Heim und Schule gebaut. Im Frühjahr 1970 konnten wir mit einer Ganztagesbetreuung externer Schüler beginnen, sie erstreckte sich über die Zeit nach Schulschluss bis 17 Uhr und fand in einem Klassenzimmer statt (später Tagesstätte). Im September 1972 durfte die Schule in eine Baustelle einziehen, nur das Obergeschoss des Hauses war zu benützen. Es hatte aber für uns den Vorteil, vor Ort zu sein und Wünsche beim Architekten und den Firmen anzubringen.

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Am 25.7.1973 konnte die Einweihung von Heim und Schule vollzogen werden. Die nun schon 12 Jahre alte Einrichtung erhielt in den neuen Häusern die Namen “Wilhelm Löhe Schule” und “Wilhelm Löhe Heim”.

Mit statt Gegen

Ein Gemeinschaftsprojekt des Wilhelm-Löhe-Zentrums Traunreut

Am Anfang stand die Frage, wie wir mit Gewalt und anderen Grenzüberschreitungen in Schule, Heim und Tagesstätte, aber auch in kleineren Einheiten, wie Klassen und Gruppen besser umgehen können, d.h., was können wir in Schule, HPT und Heim verändern, damit die Wahrscheinlichkeit für Grenzüberschreitungen und Gewalt geringer wird – damit ein gemeinsamer Umgang aller Kinder und Jugendlichen des Zentrums eher “Miteinander statt Gegeneinander” möglich ist.

Einige gemeinsame Aktionen, aber auch viele Aktivitäten in Klassen und Gruppen sollten helfen, die Thematik ein ganzes Schuljahr lang in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit zu stellen.

luftballon1Der Startschuss für unser Vorhaben fiel am 21.09.06 mit einer gemeinsamen Luftballonaktion, an der alle Schülerinnen und Schüler, sowie sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gesamten Wilhelm-Löhe- Zentrums beteiligt waren. Ein gemeinsamer Tanz rundete die gelungene Auftaktveranstaltung ab.

Am letzten Schultag vor den Herbstferien stellte dann eine Heim-Schülerband ihre “Mit statt Gegen-Songs” in der Turnhalle vor. Mehrere Zugaben waren notwendig, bis sich die Gemüter der begeisterten Schülerinnen und Schüler wieder abgekühlt hatten. Eine Malaktion, eine Fragebogenaktion, sowie eine Projektwoche im Frühjahr 2007 mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am Samstag waren weitere Höhepunkte des Projekts.

Kurz vor den Herbstferien 2007 wurde das Projekt vorerst beendet, obwohl es natürlich inhaltlich weiter wirken soll.

Wieder trafen wir uns alle vor dem Wirtschaftsgebäude, die Band spielte, ein Banner mit all unseren Handabdrücken wurde gehisst, 4 Leitsätze, die für das gesamte Zentrum gelten sollen, wurden vorgestellt:

Wir nehmen Rücksicht aufeinander.
Wir gehen freundlich miteinander um.
Wir lösen Probleme ohne Gewalt.
Wir helfen uns gegenseitig.

Inselraum

Konzeption SOS-Lehrer – Inselraum

Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum das Konzept des “Präsenzmentors” in Anlehnung an eine Idee aus Haim Omers “Stärke statt Macht”. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule konnten durch eine Umfrage den Namen wählen und entschieden sich für den SOS-Lehrer und den dazugehörigen Inselraum.
Der SOS-Lehrer ist an Unterrichtstagen von 07.45 bis 13.00 Uhr erreichbar.

Arbeitsschwerpunkte

  • Ansprechpartner für Schüler mit sozial-emotionalem Förderbedarf
  • SOS-Lehrkräfte kommen aus G- und L-Bereich, da mit den Schülern evtl. unterschiedlich umgegangen werden muss (intensiver Austausch der verschiedenen SOS-Lehrkräfte in der Pause, über Dokumentationsheft)
  • SOS-Lehrkraft ist für die gesamte Schule zuständig
  • Enge Kooperation mit Klassenlehrkraft, Schulleitung, JAS
  • Unterstützung von Lehrkräften in akuten Problemsituationen – “Keiner ist allein”
  • SOS-Lehrkraft kann gerufen werden, bevor es total eskaliert, Schüler müssen daher evtl. gar nicht aus dem Klassenzimmer

Aufgaben

SOS-Lehrkraft

  • erscheint jeden Morgen am Gang, begrüßt Schüler oder berichtet Schülern Positives über sie.
  • trifft sich regelmäßig mit Klassenlehrkräften, um Schüler zu besprechen.
  • besucht bei Bedarf die Klasse während des Unterrichts, sitzt neben Schüler, lädt Schüler zu Gespräch ein.
  • geht mit in die Pause, zeigt während des gesamten Schultages im Schulhaus Präsenz.
  • kümmert sich in Absprache mit Lehrkräften um aktuell bedürftige Schüler – Dauer und Ort der Betreuung werden mit der Lehrkraft abgesprochen.
  • klärt je nach Situation Konflikte, führt Gespräche, tröstet, kümmert sich um den Gesundheitszustand usw.
  • führt bei besonderen Vorkommnissen Nachsorgegespräche in den darauf folgenen Tagen.
  • führt täglich Dokumentationen.

Inselraum

Der Inselraum ist der Raum der SOS-Lehrkraft. Hier kann sie sich mit Schülern zurückziehen. Die “Insel” bietet Raum für

  • Kreatives
  • Spielerisches
  • Entspannung
  • Gespräche
  • Ruhe

Schulleitungsteam

Telefon Telefax E-Mail Zeiten
+49 8669 7876 0 +49 8669 7876 333 Das Sekretariat ist besetzt:
Montag – Donnerstag: 07:15 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: 07.15 Uhr – 14.00 Uhr
(Für Ferien gilt gesonderte Regelung)
Christine Berger-Rinner

Christine Berger-Rinner
(Sonderschulrektorin)
E-Mail

Franz Stelzl
(Sonderschulkonrektor, Förderschwerpunkt GE)
E-Mail

Ingrid Neuner
(StRin FS, DFK)

Erweiterte Schulleitung

Tobias Wipfler
(StR FS)

Ines Bornheim-Moch

Ines Bornheim-Moch
(StRin FS)

Sämtliche Verwaltungsangelegenheiten sind in guten Händen bei

ursula-rausch

Ursula Rausch
E-Mail

sabine-oberhauser

Sabine Oberhauser
E-Mail

christine-linner

Christine Linner
E-Mail

Uschi Holzner
E-Mail

Das Kollegium im Schuljahr 2018/19 + Sprechzeiten

SVE (Schulvorbereitende Einrichtung)   Sprechstunde
SVE 1 Bendrat Sigrid Montag 11.30 – 12.15*
SVE 2 Penn Marianne Freitag 11.30 – 12.15*
SVE 3 Daxenberger Walburga Mittwoch 11.30 – 12.15*
SVE 4 Einsiedl Hilda Donnerstag 11.30 – 12.15*
SVE 5 Pletschacher Katharina Dienstag 11.30 – 12.15*
Praktikanten im SVE-Bereich Borsche Maximilian
Doppelberger Laura
DFK (Diagnose- und Förderklassen)   Sprechstunde
DFK 1a
Schmitt Angelika Freitag 11.30 – 12.15
DFK 1b Resch Katrin Freitag 11.30 – 12.15
DFK 1Aa
Wegmann Mia Donnerstag 10.40 – 11.25
DFK 1Ab Mannes Christa Freitag 11.30 – 12.15
DFK 2a
Frech Rosi Montag 11.30 – 12.15
DFK 2b Lackner Julia Mittwoch 11.30 – 12.15
 
FöL (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen)        Sprechstunde
Kl. 3
Mayer Sophia Mittwoch 11.30 – 12.15
Kl. 3/4 Wipfler Tobias Montag 10.40 – 11.45
Kl. 3/4
Toldrian Sabine Freitag 11.30 – 12.15
Kl. 5 Runge Julia Montag 13.00 – 13.45
Kl. 5/6 Schneller Angelika Donnerstag 13.00 – 13.45
Kl. 6 Leiner Johanna Dienstag 10.40 – 11.25
Kl. 7 Grünauer Martha Donnerstag 8.45 – 9.30
Kl. 7/8 Graf Andreas Montag 8.45 – 9.30
Kl. 8 Wegehaupt Manuel Donnerstag 11.30 – 12.15
Kl. 9 Hörster Bastian Montag 11.30 – 12.15
 
  Bernauer Elfried Donnerstag 11.30 – 12.15*
Eidam Axel Dienstag 11.30 – 12.15*
  Leitner Thomas Mittwoch 11.30 – 12.15*
Müller Julian Dienstag 13.00 – 13.45*
Nistea Ramona Dienstag 13.00 – 13.45*
Pürner Brigitte Donnerstag 11.30 – 12.15*
Schechtl Benedikt Dienstag 8.45 – 9.30*
Schroter-Schonscheck Sabine Donnerstag 13.00 – 13.45*
  Surkau Petra Dienstag 13.00 – 13.45*
SFK – Stütz-u. Förderklasse
Meder Katja nach Vereinbarung
  Melz Thomas nach Vereinbarung
  Pitigane Dan nach Vereinbarung
Schuhegger Stefan nach Vereinbarung
MSH – Mobile Sonderpädagogische Hilfe                 Profitlich Thomas nach Vereinbarung
MSD – Mobiler Sonderpädagogischer Dienst       Metzger Katrin nach Vereinbarung
MSD / Inklusion                   Bock Eva-Maria nach Vereinbarung
MSD                                                   Plöckl Agnes nach Vereinbarung
MSD Buchauer Tanja nach Vereinbarung
MSD Bratzdrum Alexandra nach Vereinbarung
MSD Deike Petra nach Vereinbarung
Partnerklassen  Gertges Sabine nach Vereinbarung
an der Mittelschule Trostberg Noss Bettina nach Vereinbarung
  Rothbauer Andrea nach Vereinbarung
Schambeck Bärbel nach Vereinbarung
Singer Lisa nach Vereinbarung
Stuhlreiter Gerlinde nach Vereinbarung
Profil Inklusion an der Grundschule Trostberg Dollmann Sarah nach Vereinbarung
Flächer Susanne nach Vereinbarung
Hillebrand Margit nach Vereinbarung
Partnerklasse an der Grundschule Obing Fuella Kerstin nach Vereinbarung
  Rosenlehner Bettina nach Vereinbarung
 
FöGE (Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) Sprechstunde
Beuck Julia B 2 Mittwoch 09.00 – 09.45
Bornheim-Moch Ines Kl. 1 Dienstag 11.30 – 12.15
Brüderl Simone Kl. 3 Donnerstag 11.30 – 12.15*
Daxenberger Burgi SVE 3 Mittwoch 11.30 – 12.15*
Einsiedl Hilda SVE 4 Donnerstag 11.30 – 12.15*
Englisch Beate Kl. 4 Dienstag 12.15 – 13.00*
Feichtinger Claudia B 2 , B 3 Montag 13.00 – 13.45*
Gaßner Martina Donnerstag 11.30 – 12.15*
Haupt Katharina Kl. 3 Donnerstag 11.30 – 12.15
Hell Birgit PK Traunreut Mittwoch 13.00.- 14.45
Hermann Sandra Kl. 6 Dienstag 11.30 – 12.15
Leitner Tom Donnerstag 11.30 – 12.15*
Mende Barbara Kl. 2 Dienstag 11.30 – 12.15
Narrath Theresia B 1 , B 2 , B 3 Mittwoch 13.00 – 13.45*
Naumann Ulrike Kl. 4, Kl. 8 Montag 13.00 – 13.45
Oberhüttinger Paula Kl. 9/B Mittwoch 11.30 – 12.15
Penn Reinhard KL. 9/B, B 1 – 3 Donnerstag 12.15 – 13.00*
Pfeifer Thomas KL. 8 Mittwoch 09.30 – 10.15*
Pletschacher Katharina SVE 5 Dienstag 11.30 – 12.15*
Plöckl Agnes Kl. 8 nach Vereinbarung
Scheler Johannes B 1, B 3 Montag 08.45 – 09.30
Schima Claudia B 1 Freitag 8.45 – 9.30
Schramke Nora Kl. 7 Donnerstag 11.30 – 12.15
Stelzl Franz nach Vereinbarung
Stockmann-Kraus Kristina Kl. 5 Dienstag 11.30 – 12.15
Tann Susanne Kl. 7 Freitag 11.30 – 12.15*
Thrul Karin KL. 4 – 7 Mittwoch 13.00 – 13.45*
Vatter Marie Kl. 2 nach Vereinbarung
Wehrstein-Reiter Heike Kl. 5 Dienstag 12.15 – 13.00*
Zimmermann Ursula Kl. 1 Freitag 11.30 – 12.15*
Partnerklasse
am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut Hell Birgit nach Vereinbarung
* bedeutet: Sprechstunde nur am jeweils ersten Wochentag eines Monats
Kinderpflegerinnen im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Bernhauer Sarah Mild Heike
Eiblmeier Paul Obermaier Malvine
Eschenmüller Hildegard Richter Ursula
Grüner Brigitte Roth Hermine
Hausner Monika Schrewe Hermine
Lex Sabine Schwarz Daniela
Kellner Annemarie Vogl Brigitte
Knobloch Irene
Kristic Dragana
Offene Ganztagsgruppen
Gruppe I Müller-Gerber Judith – Pitigane Dan – Untch Astrid
Gruppe II Bauer Tina – Bernhauer Sarah

Die Schulpartnerschaft Tansania

Wilhelm Löhe FörderzentrumIm Zuge einer Tanzaniareise besuchten die Heilpädagogischen Förderlehrer des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums in Traunreut, Marianne und Reinhard Penn, im August 2004 erstmals das Faraja Diaconic Centre am Fuße des Kilimanjaro. Angesprochen vom Schicksal und Lebensmut der dort unterrichteten körperbehinderten Kinder und Jugendlichen entschlossen sie sich spontan dazu, etwas länger zu bleiben und mit fachlichem Rat und handwerklicher Tat zur Seite zu stehen, getreu dem Motto: „Faraja heißt Trost“.

Europäische Standards gewöhnt, fiel es ihnen schwer, über zu kurze Krücken, unangepasste Stühle und Tische oder fehlende Therapiegeräte in einer Schule für körperbehinderte tanzanische Kinder hinweg zu sehen.

Ein wenig half ihnen das Wissen, dass es diesen Schülern vergleichsweise gut geht:

Sie teilen nicht das Schicksal so vieler Leidensgenossen, die hier mancherorts noch immer in der Wildnis oder auf einem Felsen in der Flussmitte ausgesetzt werden. Sie werden auch nicht mehr in den Hütten ihrer Eltern versteckt, um der Familie keinen schlechten Ruf zu bescheren.

Vielfach mussten sie erst dort, in den Dörfern, in den Hütten, von den Mitarbeitern der evangelisch-lutherischen Kirche Tanzanias aufgespürt werden und die Eltern von der Notwendigkeit einer Schulbildung – gerade auch für ihre beeinträchtigten Kinder – überzeugt werden. Jetzt wohnen sie oftmals mehr als einen Tagesmarsch von zu Hause entfernt in Faraja, werden beschult und medizinisch betreut und  erhalten dreimal täglich eine Mahlzeit! Davon können viele gleichaltrige Tanzanier nur träumen! Zurück in Deutschland und ermutigt vom Zuspruch der hiesigen Kollegen begann das Ehepaar Penn Gelder zu sammeln, um über die Beteiligung an einem Container u. a. Rollstühle, Gymnastikmatten und Werkzeug nach Faraja zu verschiffen. Peter Barbian, der damalige Leiter der Diakonenausbildung am Faraja Diaconic Centre, ließ den Kontakt nicht abreißen und regte die Einrichtung eines Werkraums an. Mit einer ansehnlichen Summe Geld aus verschiedenen Spendenaktionen und Veranstaltungen auf privater und schulischer Ebene reisten sie 2006 erneut nach Tanzania und sorgten für die Grundausstattung des Werkraums.

Begeistert nahmen die Kinder die Angebote zum Basteln an, und auch ihre Lehrerinnen ließen sich, fasziniert von Material und Werkzeug, bereitwillig in für sie neue Techniken einführen. Erstaunlich der Ehrgeiz und das Geschick der Kinder: Trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen, trotz verwachsener Finger, Spasmen und fehlender Gliedmaßen gelang es ihnen, beachtliche Ergebnisse zu erzielen.

Partnerschaftsfeier

Filmvorträge im Wilhelm Löhe Förderzentrum über die Unterrichtsbedingungen in dieser fernen afrikanischen Schule sensibilisierten und faszinierten Schüler und Lehrer gleichermaßen, so dass im Mai 2008 die Schulpartnerschaft zwischen den beiden Zentren offiziell beschlossen wurde. In einer bunten Auftaktveranstaltung in Traunreut wurde getrommelt und gesungen, eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet und den deutschen Schülern leere braune Stoffbahnen zum Bemalen übergeben. Mit Eifer gingen die Kinder im Unterricht dieser Aufgabe nach.

Im Sommer 2008 konnte dem Schulleiter der Shule kwa watoto wenye ulemavu wa viungo in Faraja, Pastor Kileo Laban, von Sonderschulkonrektor Franz Stelzl und dem Ehepaar Penn während einer kleinen Begrüßungsfeier die Partnerschaftsurkunde übergeben und den tanzanischen Schülern mit einem Videofilm ein kleiner Einblick in den deutschen Schulalltag gewährt werden. Außerdem erhielten sie zwei weiße Stoffbahnen, um diese nun ihrerseits zu bemalen.

Ein paar Tage später und nach Abschluss der Malaktion kam es auf dem Schulhof zur großen Partnerschaftsfeier auf afrikanischem Boden mit Singen (auch auf bayrisch), Trommeln und Tanzen, Ansprachen, Urkundenunterzeichnung und Zaubern, und  als sichtbares Zeichen der Verbundenheit beider Einrichtungen  zur feierlichen Verknüpfung der nunmehr bunten tanzanischen mit einer bemalten deutschen Stoffbahn.

Nach dem Ende der Sommerferien fand in ebenso beschwingtem Rahmen auch in Traunreut eine bunte Partnerschaftsfeier statt. Die dabei verknüpften bemalten Stoffbahnen – und so wenig wie auf dem Band aus Afrika ein Zebra oder eine Giraffe fehlt, so wenig haben natürlich „unsere“ Kinder auf eine Kuh verzichtet – schmücken seitdem das Treppenhaus des Wilhelm Löhe Förderzentrums.

Aktivitäten

Beide Seiten, „Faraja“ mit ihrem rührigen Schulleiter Pastor Kileo Laban und das Wilhelm Löhe Förderzentrum versprechen sich von einer Partnerschaft regen und fruchtbaren interkulturellen Austausch. Schüler und Lehrkräfte beider Schulen können von gegenseitiger ideeller Unterstützung profitieren, seien es

  • Briefkontakte (in Englisch und zur Not auch in Deutsch, denn das Zentrum leiten deutsche Diakone)
  • Austausch von gemalten Bildern, Fotos von Schulaktivitäten, Berichten von Schulfesten, Videos aus dem Schulalltag etc.
  • Einbeziehung in Unterricht (und Gebet)
  • Spendenaktionen im kleinen Rahmen

oder auch nur der viel zitierte Blick über den Tellerrand!

So trösteten Bilder von körperlich beeinträchtigten weißen Kindern ihre tanzanischen Leidensgenossen oder regten die Filmaufnahmen von einem Schulsportfest in Traunreut die afrikanischen Lehrer dazu an, einen ähnlichen Wettbewerb in ihrer Schule zu veranstalten und ihren Schülern dieselbe Möglichkeit zu bieten, sich zu messen, sich zu beweisen und so manchen weißen Gast trotz Handicap mit turnerischem Geschick zu verblüffen. Auf der anderen Seite werden verwöhnten deutschen Schülern immer wieder die eigenen Ansprüche deutlich, wenn sie z.B. erleben, wie sehr sich fremde Kinder über so banale Dinge wie Bleistifte und Spitzer freuen können.

Während des diesjährigen Sommerfestes am Wilhelm Löhe Zentrum erinnerte ein Stand an die afrikanische Partnerschule und animierte die Besucher, sich zu verkleiden und gegen Spende fotografieren zu lassen. Der Erlös hilft u. a., Stühle und Tische in Tanzania der individuellen Größe der beeinträchtigten Schüler anzupassen.

Doch gerade dieses Beispiel zeigt – weil es nämlich immer wieder auch notwendig ist, die tanzanischen Lehrkräfte von der Notwendigkeit solcher, für uns selbstverständlicher, Maßnahmen zu überzeugen – dass es mehr als wünschenswert wäre, den ein oder anderen afrikanischen Lehrer nach Deutschland einzuladen. Denn häufig wird der Dialog sehr vereinfacht, wenn beide Partner trotz kultureller Unterschiede, einen gemeinsamen Erfahrungshintergrund haben.

Gerade im Hinblick auf eine mögliche baldige Beschulung von geistig beeinträchtigten Kindern am Faraja Diaconic Centre scheint es uns besonders wichtig, den tanzanischen Kollegen nicht nur  wie von uns bereits in die Wege geleitet – mit der Bereitstellung des bayrischen Lehrplans der Schule zur geistigen Entwicklung zur Seite zu stehen, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu bieten, individuelle Förderung zu einem möglichst ausgefüllten und selbst bestimmten Leben vor Ort an einem deutschen Förderzentrum zu erleben!

Luftbildaufnahmen Wilhelm-Löhe-Förderzentrum Traunreut

Elternbeirat des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums

Der Elternbeirat ist ein beratendes Gremium, das seine Ideen, Anregungen und Wünsche in die Arbeit der Schule einbringt. Wir gewählten Elternvertreter unterstützen die Aktivitäten der Schulgemeinschaft, bringen unsere Erfahrungen in das Schulleben ein, sprechen Probleme an und wirken aktiv bei Veranstaltungen mit. Wichtig ist uns auch der Austausch und die Solidarität unter uns Eltern. In der Schulkonferenz sind wir mit drei Personen vertreten. Hier werden Veränderungen diskutiert und bindende Beschlüsse gefasst.

WLF-Elternbeirat

hintere Reihe von links:
Susanne Grüninger-Gärtner, Bettina Zierer (Schriftführerin), Christa Thalhauser, Manuel Fritsch (Kassierer), Karin Egger (2. Vorsitzende), Margarete Straßer, Christian Mayer, Jessica Rösner, Beatrix Niepelt

vordere Reihe (von links):
Sabine Günthner, Stefanie Silter, Cornelia Mielinger, Sandra Pollinger,
Margit Roth (1. Vorsitzende)

nicht im Bild: Andreas Posch

Kontakt

Wilhelm-Löhe-Förderzentrum
Salzburger  Str. 41, 83301 Traunreut
T +49 8669 7876 0
F +49 8669 7876 333
E-Mail


Ansprechpartnerin: 

Fr. Christine Berger-Rinner

Sonderschulrektorin
E-Mail

Weitere Informationen

Anfahrt / Wegbeschreibung

Sie erreichen Traunreut

  • aus München: B 304 über Wasserburg und Altenmarkt (ca. 90 km) oder
  • über die Autobahn A 8 München – Salzburg, Ausfahrt Grabenstätt (ca. 125 km)
  • aus Richtung Altötting: B 299 über Trostberg

Das Wilhelm-Löhe-Förderzentrum an der Salzburger Straße erreichen Sie in Traunreut über die Werner-von-Siemens Straße und Münchener Straße

Förderkreis

Liebe Eltern, Mitarbeiter, Schüler, Freunde und Förderer,

“Gemeinsam Hand in Hand”, so heißt der Leitspruch des 2014 gegründeten Förderkreises für unser Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut. Ziel ist es, Bildung und Erziehung unserer Kinder in ideeller und materieller Hinsicht zu fördern. Konkret bedeutet das: Schulprojekte, schulische Anschaffungen sowie sportliche und soziale Unternehmungen in unserem Förderzentrum zu unterstützen, wenn die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht ausreichen.
Bisher haben wir beispielsweise Klassenfahrten nach Berlin, Schullandheim-aufenthalte, Busfahrten, Materialien zur Förderung der Wahrnehmung und der Motorik sowie für den Inselraum, Langlaufausrüstungen, Utensilien zum Fitnessboxen und Musikinstrumente bezuschusst oder die erforderlichen Summen gänzlich übernommen.
Diese und weitere Maßnahmen sind aber nur machbar, wenn viele groß-zügige Förderer und Spender unseren eingetragenen Verein finanziell unterstützen. Fassen Sie sich ein Herz und werden Sie Mitglied in unserem Förderverein. Gerne können Sie auch in Ihrem Verwandten- und Freundes-kreis Werbung machen.
Die Höhe des jährlichen Mitgliedsbeitrags bestimmen Sie selbst, sie muss jedoch bei mindestens 15,00 Euro im Jahr liegen. Natürlich sind Ihre Beiträge steuerlich absetzbar. Einzelheiten zur Mitgliedschaft, zu den Spenden und weitere nötige Daten finden Sie in unserem Flyer, der im Förderzentrum aufliegt.

Werden Sie Mitglied in unserem Förderverein!

Schließlich dient alles dem Wohl unserer Kinder.

Harald Linner, Dr. Marlies Haindl, Ulrike Zöttl, Lisa Mörtl

Harald Linner, Dr. Marlies Haindl, Ulrike Zöttl, Lisa Mörtl

Fortbildungsangebot (PDF) 17/18

Jugendsozialarbeit an Schulen (PDF)

Schulberatung

Fr. Bock und Fr. Flächer sind am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum als Beratungslehrerinnen tätig.

Die Staatliche Schulberatungsstelle finden Sie unter:
www.schulberatung.bayern.de

Schulforum

Das Schulforum – ein Mitentscheidendes Gremium

An fast allen Schularten in Bayern sind mittlerweile Schulforen verpflichtend eingerichet –
auch an unserer Schule existiert ein Schulforum.

Mitglieder des Schulforums sind die Schulleitung sowie zwei von der Lehrerkonferenz gewählte
Lehrkräfte, die Elternbeiratsvorsitzende sowie zwei vom Elternbeirat gewählte Elternbeiratsmitglieder
und zwei Schülersprecher.

Das Schulforum berät Fragen, die Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam betreffen und gibt
Empfehlungen ab, u.a. beispielsweise bei Fragen der Schulweg-Sicherung oder Baumaßnahmen
der Schule. Darüber hinaus ist bei bestimmten Entscheidungen das Einvernehmen des Schulforums
erforderlich, beispielsweise bei der Durchführung von Lernentwicklungsgesprächen statt der Zwischenzeugnisse.

Das Schulforum tagt zweimal im Schuljahr.

Das Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut besteht aus folgenden vier Bereichen:

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