
In den DFK werden die Lernziele des Grundschullehrplans der 1. und 2. Klasse in 3 Jahren unterrichtet. Die Lernziele werden sonderpädagogisch aufbereitet und individuell den Schülern vermittelt. Ein Schulwechsel ist nach jeder Jahrgangsstufe möglich. Kosten für Schulgeld oder Beförderung fallen nicht an. Für Kinder, die die DFK besucht haben, wird eine Regelschulzeit von 10 Jahren erlaubt. Die Schülerhöchstgrenze pro Klasse beträgt 12 Kinder.
DFK – Arbeitsweisen
Im Konzept der DFK steht ein individualisierender, differenzierender sonderpädagogischer Unterricht im Vordergrund.
Freiarbeit nach Plan für jeden Schüler, Stationenarbeit in Mathematik und Deutsch, viel Bewegung, um die Grundwahrnehmungssysteme zu stärken, Einbeziehen von wichtigen Erkenntnissen aus der Neuropsychologie und Neurologie versuchen die Kinder in ihrer Gesamtheit zu fördern und Motivation und Freude am Lernen zu erhalten und zu stärken.
DFK – Aufnahme
Erzieherinnen in Kindergärten, Mitarbeiter der Frühförderung, Ärzte oder Lehrer beim Schulreifetest können Eltern eine DFK-Beschulung ihres Kindes anraten.
Wenn Eltern vermuten, dass Teilleistungsschwächen einen erfolgreichen Grundschulbesuch ihres Kindes verhindern, wenden sie sich direkt an das Wilhelm-Löhe- Förderzentrum, und zwar im Zeitraum von Anfang Februar bis Ende Juni.
Die Kontaktaufnahme geschieht über das Sekretariat.
DFK – Fachdienste
Bei größeren Teilleistungsstörungen wird versucht, Fachdienste hinzuzuziehen. Dies ist durch die geringe Stundenzahl der Therapeuten leider nur bedingt in der Schule möglich, ein ärztliches Rezept ist Voraussetzung für eine Behandlung in der Schule. Zur Zeit arbeiten Logopäden sowie Ergotherapeuten an der Schule.
DFK – Diagnose
Schon bei der 1. Vorstellung des Kindes kristallisieren sich im Screening-Verfahren Förderbereiche heraus:
z.B. Sprache, Feinmotorik, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung, akustischer Bereich, optischer Bereich, Integration der beiden Gehirnhälften usw.
Bei größeren Auffälligkeiten werden Fachdienste hinzugezogen.
Wenn das Kind ab September in der DFK eingeschult ist, werden vom Klassenlehrer im Unterricht und vom Förderlehrer in der Einzelsituation Diagnosen erstellt, die ständig überprüft und ergänzt werden.
Im WLF wird jedes Kind mit einem Screening-Verfahren individuell getestet. Die Schule entscheidet über eine Aufnahme.
DFK – Förderung
Förderung geschieht durch den Unterricht, der sonderpädagogisch aufbereitet wird und im 1. Schulbesuchsjahr viel Zeit für die Grob- und Feinmotorik und die Basissinne aufwendet.
Ein Förderlehrer wählt in Absprache mit dem Klassenlehrer Kinder einzeln oder in Kleingruppen aus und fördert hier gezielt und individuell. Die Eltern bekommen Anregungen für zu Hause.
DFK – Schulwechsel
- Ein Schulwechsel ist nach jedem Schuljahr möglich.
- Die Lehrkraft empfiehlt einen Wechsel oder einen Verbleib in der DFK.
- Auf Wunsch der Eltern kann auf alle Fälle ein Probeunterricht an der Grundschule erfolgen.
- Mit den Eltern sowie mit der Grundschule wird nach dem Probeunterricht, der unterschiedlich lange dauern kann, gemeinsam der weitere Schulweg besprochen.
- Das Kind wechselt auf Wunsch der Eltern an die Grundschule.