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Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis 2019

Bis zum 31. Mai konnten Projekte von Jugendgruppen oder jungen Einzelpersönlichkeiten für den Dietrich-Bonhoeffer- Preis 2019 beim Diakonischen Werk eingereicht werden. Eine Jury bewertete die Vorschläge. Die Preisübergabe – insgesamt waren 2000 Euro ausgelobt – fand am 17. Juli im Wilhelm-Löhe-Heim in Traunreut statt.

Dietrich-Bonhoeffer-Preis 2019: Den ersten Preis teilten sich die Staatliche Realschule Trostberg und Johanna Weinzierl vom Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut

„Junge Menschen, die sich für andere stark machen“, wie Diakonie-Vorstand Andreas Karau sagte, standen im Mittelpunkt einer Feierstunde am Mittwochabend im Saal des Wilhelm-Löhe-Zentrums in Traunreut. Acht Gruppen beziehungsweise Einzelpersonen wurden mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis ausgezeichnet, den die Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein alle zwei Jahre auslobt. Den ersten Preis, mit je 400 Euro dotiert, teilten sich die Staatliche Realschule Trostberg und Johanna Weinzierl vom Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) Traunreut:

 

1. Preis: Staatliche Realschule Trostberg

„Wir zeigen soziales Engagement“ ist ein soziales Projekt, das die Staatliche Realschule Trostberg in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Seniorenheim „Pur Vital“, dem Integrationskindergarten Trostberg und der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Traunstein anbietet. Der Beginn des Projekts liegt schon gut zehn Jahre zurück: Damals hatten sich die Schüler der 9. Klasse Gedanken gemacht, wie sie sich sozial engagieren können, und dann damit begonnen, die Bewohner des Seniorenheims zu besuchen.
Religionslehrerin Susanne Schmid stellte bei der Preisübergabe die Aktionen vor: Zunächst wurde im Seniorenheim gemeinsam den Bewohnern gesungen. Dann entstand im Laufe der Zeit der Gedanke, diese Treffen zu erweitern, so dass dieses Projekt zu einer festen Größe im Angebot der Realschule wurde. Die Besuche finden seitdem alle zwei Wochen statt; daran beteiligt sind immer etwa 15 Schüler. Im Seniorenheim werden die folgenden Aktivitäten angeboten: Spielen, Basteln, Plätzchenbacken, Singen, Anfertigen von Osterkerzen und anderes mehr. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, gemeinsam zu spielen.
Ähnlich bei der Offenen Behindertenarbeit: Hier wird ebenfalls gebastelt, Weihnachtsfeiern organisiert, gemeinsam die Eisdiele aufgesucht oder Minigolf gespielt. Und im Kindergarten wird natürlich auch gebastelt und gemalt, den Kindern wird vorgelesen, ein Picknick veranstaltet oder gemeinsam die Kneippanlage besucht. Das Interesse an diesem Projekt hat sich mittlerweile so gut entwickelt, dass laut Schmid sogar halbjährlich gewechselt wird, damit auch alle interessierten Schüler mitmachen können. Manche von ihnen besuchen sogar selbstständig die Senioren am Nachmittag aus eigener Initiative. Bei der Ehrung mit dabei waren auch Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung; und Mitarbeiterin Christine Göbl, die die Zusammenarbeit angeregt hatte, bedankte sich sehr für den Einsatz der Schüler, die immer wieder mal „für frischen Wind“ sorgten.

1. Preis: Johanna Weinzierl

Johanna Weinzierl (Mitte) engagiert sich im Wahlkurs „Soziales Engagement“ schon seit Jahren ganz vorbildlich, wie Lehrerin Christina Falter in ihrer Vorstellung ganz beeindruckt schilderte: im Bild von links Festredner Gottfried Stritar, Christina Falter, Johanna Weinzierl, Schulreferentin Gabriele Hofmann und Diakonie-Vorstand Andreas Karau.

Einen weiteren ersten Preis erhielt Johanna Weinzierl vom JHG. Lehrerin Christina Falter stellte die sozial sehr stark engagierte Schülerin in lobenden Worten vor: „Sie beeindruckt mich tief durch die Art und Weise, wie sie sich in die Gemeinschaft einbringt.“ Angefangen hat Johannas Engagement, als im JHG 2015 ein Wahlkurs „Soziales Engagement“ eingerichtet wurde. Dieser Kurs richtete sich an Schüler, die bereit waren, sich für Projekte einzusetzen, die einem guten Zweck dienen, mit denen man anderen bedürftigen Menschen auf verschiedene Weise helfen konnte. Und die Schülerin, die seitdem an allen Aktionen dieses Kurses teilgenommen hat, ist Johanna Weinzierl.
Angeboten wurden Spielstunden für Flüchtlingskinder, man beteiligte sich an der Weihnachtsfeier der Traunreuter Brücke, packte Päckchen im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, bastelte Weihnachtsartikel zum Verkauf und spendete das dabei erwirtschaftete Geld für das Projekt einer ehemaligen Schülerin in Tansania. Kleider wurden sortiert, ebenfalls für die Brücke, und Aktionen der Traunreuter Feuerwehr unterstützt. Mitglieder des Kurses wurden auch dazu ausgebildet, als Animateure das Spielmobil des Jugendzentrums zu begleiten. Später kam zum Programm des Kurses noch dazu, sich um die Schüler des Wilhelm-Löhe-Zentrums zu kümmern, die Mitglieder der Schulgemeinschaft am Gymnasium wurden.
Johanna Weinzierl war und ist längst eine tragende Säule des Kurses, so Falter. „Mit grenzenloser Geduld und mit wohltuender Ruhe“ kümmere sie sich, mache vor und helfe weiter. Und bei alledem halte sie sich am liebsten im Hintergrund. Dabei sei es mit ihrem Engagement am Gymnasiums längst nicht getan: Vielmehr engagiert sich Johanna Weinzierl auch in der evangelischen Kirchengemeinde und an der Grundschule Nord. Falter hob ihre bescheidene Art hervor; dabei lasse sie sich aber auch nicht beirren, wenn sie von einigen Mitschülern „nicht wertgeschätzt“ werde.

Weitere sechs Gruppen und Einzelpersonen erhielten eine Auszeichnung und einen Geldpreis in Höhe von jeweils 200 Euro.

ZAM HOID`N - generationsübergreifendes Festival in Obing

Als erste Gruppe stellte sich die Obinger Aktion „Zam Hoid‘n“ vor; dort war, wie die Initiatoren Lukas Schuster und Sebastian Wörndl sagten, „aus einer kleinen Idee ein großes Fest“, das gemeinnützige, generationsübergreifende Familienfestival „Zam Hoid’n“, geworden. Am Festivaltag seien Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Nationen aufeinander getroffen, tauschten sich aus, spielten miteinander, lauschten der Musik oder gingen zum Baden. Dadurch sollten Hemmschwellen und Vorurteile aus dem Weg geräumt und für ein respektvolles Miteinander geworben werden. In einem Video wurden die einzelnen Angebote gezeigt: Basteln, Geschicklichkeitsübungen, Rutschbahn und ganz viel Musik, zusammengefasst: „Acht Bands, 14 Workshops und 100 Prozent gemeinnützig“.

Lukas Dietzel von der evangelischen Freikirche Traunstein wurde vom Vorstandsmitglied Lukas Klingsporn vorgestellt. Er engagiert sich in der Kinder- und Jugendarbeit der Freikirche. So habe er maßgeblich sowohl an der Gestaltung des Jugendprogramms als auch an der Renovierung der Räume mitgewirkt. Zudem leitet er den Jugendhaus-Kreis für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren und auch den Teenagerkreis. Zudem begleitet er die Jugendlichen oft auf Ausflügen und bei Sportevents, bringt ihnen vor allem Natur und Sport näher.

Projekt "Hope is risen Uganda! - Anna Karau

Anna Karau aus Fridolfing ist in ihren Semesterferien nach Uganda gereist, um dort aktiv am Aufbau des afrikanischen Vereins „Hope Is Risen“ mitzuarbeiten, der von dem Rostocker Verein „Aufwind“ unterstützt wird. Wie „Aufwind“-Vertreterin Claudia Kröger schilderte, sei es Anna Karau schnell gelungen, mit Waisenkindern und hilfsbedürftigen Menschen in Kontakt zu kommen. Sie habe unter anderem ein Fest für Kinder organisiert und ihnen, die das überhaupt nicht kannten, Kuchen gebacken. Bei einem überraschenden Zusammentreffen mit einem 14-jährigen, schwer erkrankten Buben habe sie nicht eine Minute gezögert, um ihm die lebensrettende ärztliche Hilfe zu ermöglichen – von ihrem eigenen Geld. Und sie habe es geschafft, dass der Bub ein Krankenhaus und einen Arzt fand; noch vor der Rückreise nach Deutschland habe der Bub wieder gehen können.

Südafrika Projekt der Fachakademie Mühldorf

Auch eine Gruppe angehender Erzieher von der Fachakademie Mühldorf hat sich für Afrika engagiert. Initiiert von Lehrerin Judith Lechner sind die jungen Leute nach Südafrika gefahren, um dort ein Praktikum in einem Township-Kindergarten in Kapstadt zu machen und damit ihr Ziel, Kindern in Not zu helfen, in die Tat umzusetzen. Wie Teilnehmer selbst erzählten, habe jeder von ihnen einige Bildungseinheiten vorbereitet: „Nach unserem ersten Eindruck vor Ort erkannten wir allerdings, dass unsere Vorbereitung nicht den Bedürfnissen der Kinder dort entsprachen. Deshalb war unsere Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gefragt.“ Sie haben sich bemüht, eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen, um ihnen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu schenken. Zudem haben die Studierenden die Einrichtung auch durch die Spende von wichtigen Materialien sowie von Spiel- und Bastelmaterial unterstützt. Um den Kindergarten weiterhin zu unterstützen, wurde ein Förderverein gegründet.

Soziale Projekte der Mittelschule Winhöring

Über die vielfältigen Projekte der Mittelschule Winhöring berichteten Verbindungslehrerin Ulrike Langseder und einige der beteiligten Schüler. Müllsammelaktion, Recycling von Handys, Stiften und Kleidung, Kontakt mit den Senioren des „betreuten Wohnens“, Bau von Insektenhotels, Besuche im Kindergarten, Flohmarkt. Aus diesen und anderen Aktionen kam ein Erlös von genau 766 Euro zusammen, der für die Aktion „Weltkinderlachen“ gespendet wurde.

Anti-Mobbing-AG der Weiß-Ferdl-Mittelschule

Die Anti-Mobbing-AG der Weiß-Ferdl-Mittelschule in Altötting setzte sich für ein harmonisches und respektvolles Miteinander an der Schule ein und unterstützte Schüler, die es nicht schaffen, sich selbst Gehör zu verleihen. Sie sehen sich als Ansprechpartner für Schüler mit Problemen jeglicher Art, was sie in einem lustigen Sketch verdeutlichten.

24. Mai 2019

Vorschläge können noch bis 31. Mai eingereicht werden

Der Einsendeschluss für den Dietrich-Bonhoeffer-Preis 2019 naht: Bis 31. Mai können noch Vorschläge bei der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein, Rosenheimer Straße 9, eingereicht werden.

Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis werden auch heuer wieder junge Menschen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf ausgezeichnet, die sich couragiert für andere eingesetzt oder besonders sozial engagiert haben. „Schon jetzt sind einige interessante Vorschläge eingegangen“, freut sich Andreas Karau, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Traunstein und Vorstand der Förderstiftung. Eine sechsköpfige Jury entscheidet darüber, wer mit dem Preis ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines Festakts am 17. Juli im Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut. Insgesamt werden 2000 Euro ausgelobt.

Wer also einen Vorschlag einreichen möchte, hat dazu noch bis Ende des Monats Gelegenheit. Der Preis bietet eine gute Möglichkeit, soziales Engagement und couragiertes Handeln junger Menschen zu würdigen. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auf dieser Webseite oder beim Diakonischen Werk Traunstein unter T +49 86198980 erhältlich.

13. Mai 2019

Stiftungsvorstand Fritz Stahl erklärt die Besetzung der Jury des Dietrich-Bonhoeffer-Preises des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

11. April 2019

Stiftungsvorstand Fritz Stahl gibt ein Beispiel für geeignete Projektvorschläge für den Dietrich-Bonhoeffer-Preis der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein.

29. März 2019

Andreas Karau, 1. Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein:

“Wir suchen Dich!”

21. März 2019

Gottfried Stritar, Vorsitzender der Förderstiftung Traunstein, beschreibt, wer Preisvorschläge einreichen kann.

11. März 2019

Wir freuen uns über den ersten Bewerbungeingang!

27. Februar 2019

Stiftungsvorstand Fritz Stahl erklärt, was der Dietrich-Bonhoeffer-Preis der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein ist und was damit bezweckt werden soll.
Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis werden junge Menschen aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land ausgezeichnet, die sich besonders sozial engagiert haben.

Es ist wieder so weit:

Wir suchen junge Menschen,

die deutlich machen, dass sich beim couragierten Handeln authentisches Leben mit praktischem Engagement verbindet.
Sicher gibt es bereits in diesem Sinne verwirklichte bzw. noch laufende Aktivitäten oder Projekte in Schulen und Jugendverbänden des Dekanatsbezirks Traunstein, die ausgezeichnet werden können.

Der Dekanatsbezirk Traunstein umfasst die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein. Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis richtet sich an alle Jugendlichen/jungen Erwachsenen/Schülerinnen/Schüler dieser vier Landkreise, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit.

Besuchen Sie hier unsere Facebook Seite Dietrich-Bonhoeffer-Preis Dekanat Traunstein.

Aktivitäten und Projekte

Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer

Uns interessieren Aktivitäten und Projekte wie:

Jugendliche/junge Erwachsene

  • organisieren eine Veranstaltung zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern.
  • unterstützen Asylsuchende, die nach Flucht und Vertreibung aus ihrem Land bei uns Hilfe suchen.
  • schreiten ein, wenn Menschenwürde und Menschenrechte verletzt werden, z.B. wenn Außenseiter oder Angehörige von Minderheiten angegriffen werden, wenn behinderte Menschen ausgegrenzt werden, wenn …
  • treten ein für die Förderung gewaltfreier Konfliktlösungen und Friedensfähigkeit, z.B. durch die Entwicklung von Streitschlichterprogrammen, Förderung von Möglichkeiten des Erlernens einer Diskussions- und Streitkultur, Entwicklung von Konzepten zur Gewaltprävention…
  • führen Projekte zu aktuellen Themen durch, u.a. Podiumsdiskussionen zu Themen wie “Streitkultur”, “Couragiertes Handeln”, “Bürgermut”…
  • setzen sich für die Schaffung sozialer Gerechtigkeit ein, für die Förderung von Solidarität, Gemeinsinn und Integration.
  • geben ein Beispiel für interkulturelles Zusammenleben.
  • setzen sich für die Weiterentwicklung des interreligiösen Dialogs ein.

Schülerinnen/Schüler

  • engagieren sich als Schul-, Klassensprecher oder in der SMV in herausragendem Maße für Mitschüler.
  • treten an ihrer Schule für Mitbestimmung ein und engagieren sich für deren Umsetzung im Schulalltag.

Darstellung der Aktion oder des Projektes

Wir wünschen uns eine Darstellung der Aktion oder des Projekts in Form eines knappen und prägnanten schriftlichen Berichts. Ergänzende Ton- und Bildaufzeichnungen, Fotos oder andere Dokumentationen sind von Vorteil.

Folgende Angaben sollten jedoch unbedingt eingereicht werden:

  • Name, Anschrift, Telefonnummer; evtl. E-Mail-Adresse oder Faxnummer des Einsenders.
  • Anschrift, Art und Größe der Schule, des Jugendvereins oder der Einrichtung.
  • Thema, Beteiligte, Zeitpunkt und Dauer der Aktivitäten oder des Projekts.
  • Darstellung der Ziele
  • Stichwortartige Zusammenfassung

Bewerbungen oder Vorschläge sind beim Diakonischen Werk Traunstein e.V. einzureichen.


Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis ist mit insgesamt 2.000 Euro dotiert.

Die Jury entscheidet über die Aufteilung.

Informationen zur Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

Die Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein unterstützt diakonische Aufgaben im Dekanatsbezirk. Das Stiftungskapital bleibt dauerhaft erhalten. Es darf nicht angetastet werden. Zinserlöse und Spenden werden jährlich für den Förderzweck eingesetzt. Erbschaften, Nachlässe, Schenkungen etc. stärken das Stiftungskapital und ermöglichen damit langfristige Hilfen.

Die Hilfe der Förderstiftung umfasst vier Bereiche:

  • Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis wird couragiertes Handeln und besonderes soziales Engagement junger Menschen gefördert und ausgezeichnet.
  • Mit den Hilfen für Senioren ermöglicht die Förderstiftung wichtige zusätzliche Leistungen speziell für demenzkranke Senioren, die über Pflegesätze nicht finanziert werden können.
  • Einzelfallhilfen kommen Menschen zugute, die durch unvorhersehbare Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Unfall, Erkrankung oder Tod eines Angehörigen in eine dramatische Notlage gerieten.
  • Die Förderstiftung unterstützt Beratungsangebote, die zwar dringend notwendig sind, von öffentlichen Stellen jedoch nur völlig unzureichend oder gar nicht bezuschusst werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Bereiche enthält die Broschüre “Für Zivilcourage und soziales Engagement”:

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Stiftungsbroschüre


Für die Stiftung:

Gottfried Stritar
Dekan i.R., Stiftungsvorstand

Dietrich Bonhoeffer

Wer war Dietrich Bonhoeffer?

Dietrich Bonhoeffer, geboren am 4. Februar 1906 in Breslau, war evangelischer Theologe und Studentenpfarrer in Berlin.

Schon 1933 gilt er als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Er tritt für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Er wird zu einem der führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung.

1943 wird er verhaftet und bleibt ohne Gerichtsverfahren inhaftiert.

1945 wird er im KZ Flossenbürg durch die SS ermordet.

Bereits auf der großen ökumenischen Konferenz von Fanö 1934 bezog Bonhoeffer angesichts der Aufrüstungs-Politik der Nazi Regierung eindeutig Position:

“Es gibt keinen Frieden auf dem Weg der Sicherheit … Friede muss gewagt werden”

 

 

 

Ausführliche Informationen zu Dietrich Bonhoeffer

 

Ausführliche Informationen mit fundierten Beiträgen, Zitaten und Bildern zu Dietrich Bonhoeffer finden Sie auf der ausgezeichnet aufbereiteten Internetseite www.dietrich-bonhoeffer.net.

Eine Jury entscheidet …

Fritz Stahl

Fritz Stahl
Alt-Oberbürgermeister
stellvertretender Vorstand des Stiftungsrates

“Gute Beispiele zeigen, wie man durch den Mut zu praktizierter Mitmenschlichkeit Lebensfreude gewinnen kann.”

Gabriela Hofmann

Gabriela Hofmann
Dipl.-Religionspädagogin (FH)
Leiterin des Schulreferats im Dekanat Traunstein

“Die vielen jungen Menschen mit starken Werten, engagiertem Einsatz für andere und großem sozialem Engagement sind unsere gesellschaftlichen Hoffnungsträger.”

Bernd Rohrbach

Bernd Rohrbach
Diakon, Leiter der evangelischen Dekanatsjugendstelle Traunstein

“Jugendliche, die sich für andere einsetzen und mit tatkräftigem sozialem Engagement Zeichen setzen, können sich nicht nur an den Fußstapfen eines Vorbilds wie Dietrich Bonhoeffer orientieren, sondern auch selbst deutliche Spuren hinterlassen, die andere anstecken und ermutigen.”

Gottfried Stritar

Gottfried Stritar
Theologe, Dekan i.R.
1. Vorsitzender der Förderstiftung Traunstein

“Mit diesem Preis sollen Jugendliche zu Zivilcourage und sozialem Engagement ermutigt werden.”

Andreas Karau

Andreas Karau M.Sc.
1. Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

“Wir brauchen eine starke junge Generation, die sich mutig für andere einsetzt.”

Michael Väth

Michael Väth
Pfarrer, Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein

“Erziehung gelingt durch überzeugende Vorbilder. Wie im Besonderen durch junge Menschen, die sich engagiert für andere einsetzen.'”

Preisverleihung 2017

In diesem Jahr wurden aufgrund des besonderen sozialen Engagements alle zehn vorgeschlagenen Projekte im Rahmen der Preisverleihung, die am 20.07.2017 im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Traunreut stattfand, ausgezeichnet.

1.Preis

Den ersten Preis erhielt das Sozialprojekt „Mindzone“, welches szenenahe Suchtpräventionsarbeit innerhalb der Party- und Clubszene leistet.
Vorgestellt haben Katharina Stelzer und Elisabeth Haunerdinger ein bayernweites Projekt, das an die Caritas-Fachambulanz angegliedert ist. Etwa 20 junge Leute zwischen 14 und 30 Jahren sind hierbei auf Partys, Events und Festivals engagiert, sogar beim Chiemsee-Summer. Dort suchen sie Kontakt zu jungen Erwachsenen und klären über Drogen auf und haben die sogenannte „Rauschbrille“ im Einsatz. Die Jury honorierte hierbei vor allem die Beständigkeit– schon seit dem Jahr 2004 – und den Mut, der vor allem Gleichaltrigen gegenüber notwendig sei.

2.Preis

Der zweite Preis erging an eine Gruppe Jugendlicher, die sich eigenverantwortlich um die Organisation der Kinderbetreuung kümmert, damit die Mütter am Projekt „Sprach-Café“ des Arbeitswohlfahrt-Kreisverbandes teilnehmen können.
Hier berichtete Natalia Wolf von der Ehrenamtskoordinationsstelle der AWO über  den Einsatz von Jana Augustin-Wimmer und Lucia Selbertinger sowie Emma und Ben Polster-Bergert aus Traunstein beim AWO-Projekt „Sprach-Café“. Die Jugendlichen betreuen schon seit vergangenem September Kinder von acht Frauen, die einen Sprachkurs besuchen. Mit diesem Preis sollte laut Jury ein Projekt herausgehoben werden und die Tatsache, dass hier bei außerordentlich junge Menschen stetigen Einsatz zeigen.

3.Preis

Emma Buggisch, Schülerin der Mädchenrealschule Sparz, erhielt den dritten Preis für ihre überzeugende Rede bei der jährlichen Gedenkfeier in Surberg für die Opfer des Massakers vom 3. Mai 1945.
Anlässlich dieser Feier beeindruckte sie mit einer ergreifenden Rede, bei der sie sich mit Paul Celans „Todesfuge“ auseinandersetzte. Vorgestellt wurde sie von Religionslehrer Peter Klein. Klein hob ihren Mut hervor, in einer entscheidenden Situation Ja  gesagt und dabei die Erwachsenen in die Pflicht genommen zu haben. Diese sollten „vormachen, wie es geht“. Die Jury betonte bei der Preisvergabe die außerordentliche Zivilcourage von Emma Buggisch.

Weitere Honorierungen

Einsatz für Partnerschule in Tansania

Seit dem Schuljahr 2008/09 bestehen zwischen dem Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut und der Shule kwa watoto wenye ulemavu wa viungo (Schule für Kinder mit körperlichen Behinderungen) am Faraja Diaconic Centre in Tansania partnerschaftliche Beziehungen.
Im Herbst 2016 aber ergriffen die Schüler selbst über die Schüler-Mitverwaltung – und besonders in Person der beiden Schülersprecherinnen Priscilla Krause und Alexandra Jakob – die Initiative. Nachdem sie sich eingehend über die Lern- und Lebenssituation ihrer Altersgenossen in Tansania erkundigt hatten, wollten sie auch den Blick ihrer Schulkameraden wieder mehr auf das Schicksal der körperlich beeinträchtigten Schüler in Faraja richten.

 Engagement im Rahmen der Brückenschule

Ausgezeichnet wurden Nuria Ishaq und Sarah Fischbacher, die von Marianne Penn, Sozialreferentin der Stadt Trostberg, vorgeschlagen wurden. Zwei Mädchen des Hertzhaimer-Gymnasiums Trostberg unterstützen junge Flüchtlinge im Rahmen der Brückenschule und auch eine Schülerin der Mittelschule individuell nach Bedarf mit Nachhilfestunden.

P-Seminar des ChG – Menschen für Menschen im Heimatraum, Hilfsprojekt konkret

Die Gruppe des Projekt-Seminars “Menschen für Menschen im Heimatraum – Hilfsprojekt konkret” des Chiemgau Gymnasiums Traunstein, vorgestellt von Frau Bruni Kraus, schaffte durch geplante Begegnungen intensiven und freundschaftlichen Kontakt mit gleichaltrigen Flüchtlingen aus Traunstein und Umgebung.

Arbeitskreis Karakorum

Der Arbeitskreis Karakorum besteht seit 2014 und ist mit 10 bis 15 Mitgliedern aller Jahrgangsstufen besetzt (diese bleiben meist ihre gesamte Schulzeit Mitglieder). Die Mitglieder des AK Karakorum des Karlsgymnasium Bad Reichenhall organisieren jedes Jahr Aktionen, um Spenden zu sammeln, z.B. Tombola beim Sommerfest, Grußaktionen zu Allerheiligen und Ostern, Blumengrußaktion zu Valentin, Verkauf von Ansichtskarten beim Elternsprechtag, Benefiz-Vorträge und andere Veranstaltungen und vor allem: das Benefizkonzert des Karlsgymnasiums. Seit Bestehen des AK wurden bereits mehr als 30 000 Euro an Spenden gesammelt.

Heldin des Alltags

Gül Ergüden vom Rottmayr-Gymnasium Laufen zeigt in vielfältigen Bereichen ihr soziales Engagement. Sowohl als Tutorin oder Mitwirkende des Streitschlichter-Team der Schule als auch im Rahmen des Vereins “Kontakte”. Hier arbeitet Gül mit jungen ausländischen Kindern, um diesen die Integration in die deutsche Gesellschaft zu erleichtern.

Held des Alltags

Als Klassensprecher, Jahrgangsstufensprecher, Schulsprecher tritt Tobias Lengdobler vom Rottmayr-Gymnasium Laufen auch bei tiefgreifenden Problemen als Spannungslöser auf. Unter Einsatz seiner sportlichen und musikalischen Talente gelingt es ihm stets, seine Mitschüler zu motivieren und zu neuen Höchstleistungen anzuspornen. Sein soziales Engagement, auch in Zusammenarbeit mit der Schulsozialpädagogin, hat das lernfördernde Klassenklima unterstützt und auch lernschwache Schüler wieder mit ins Boot geholt. In seiner Freizeit engagiert sich Tobias noch bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Jung und Alt lernen voneinander

Eine Gruppe junger Schüler der Achental-Realschule Marquartstein besucht innerhalb dieses Projekts wöchentlich einen festen Kreis von Senioren. Dabei übernehmen die Schüler Einkäufe oder erklären “ihren” Senioren den Umgang mit neuen Medien, wie z. B. Tablets. Im Gegenzug Teilen die Senioren Erfahrungen aus vergangenen Zeiten. Das Projekt findet seit dem Jahr 2012 regen Zuspruch.

Kontakt

Dietrich Bonhoeffer Preis der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein

Rosenheimer Str. 9, 83278 Traunstein
T +49 861 9898 0
E-Mail


Ansprechpartner: 

Andreas Karau M.Sc.

1. Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein e.V.
E-Mail

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Flyer Dietrich-Bonhoeffer-Preis

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Broschüre Dietrich-Bonhoeffer-Preis
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