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Ankunft in Traunstein. Von rechts: Sozialministerin Carolina Trautner, stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Margarete Winnichner (2. Vorstand Diakonisches Werk Traunstein), Andreas Karau (1. Vorstand Diakonisches Werk Traunstein).
Ankunft in Traunstein. Von rechts: Sozialministerin Carolina Trautner, stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Margarete Winnichner (2. Vorstand Diakonisches Werk Traunstein), Andreas Karau (1. Vorstand Diakonisches Werk Traunstein).

„Gemeinsam neue Wege finden“ – Diakonie-Herbstsammlung mit feierlichem Gottesdienst gestartet

Ambulante Hilfen zur Erziehung stehen im Mittelpunkt der Herbstsammlung der Diakonie in Bayern. Im Dekanat Traunstein ist die Sammlungswoche im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes mit Dekan Peter Bertram und einer Kanzelrede von Sozialministerin Carolina Trautner gestartet. „Familien in belasteten Situationen brauchen flexible, schnelle und passende Unterstützung. Die Diakonie verfügt über die Expertise, die Erfahrung und die Ressourcen, um professionelle und zeitgemäße Hilfe dort zu leisten, wo sie gebraucht wird“, sagte Trautner.

Ein starkes Plädoyer für mehr Partizipation: Sozialministerin Carolina Trautner bei ihrer Kanzelrede. Foto: Diakonie Schulz-Sembten
Ein starkes Plädoyer für mehr Partizipation: Sozialministerin Carolina Trautner bei ihrer Kanzelrede. Foto: Diakonie Schulz-Sembten

„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ heißt es am Anfang unseres Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Doch was so eindeutig und klar formuliert ist, ist im Alltag nicht immer leicht zu gewährleisten. Geraten Familien in schwierige Lebenssituationen, können sie Hilfen zur Erziehung in Anspruch nehmen. Diese, so Trautner bei ihrer Kanzelrede, haben sich im Laufe der Jahre hin zu mehr ambulanten und teilstationären Angeboten verändert. Ambulante Hilfen zur Erziehung unterstützen Familien in belasteten Situationen flexibel, schnell und passgenau. „Dabei ist es von unschätzbarem Wert, wenn dies im gewohnten Umfeld geschieht, damit Kinder Sicherheit und Geborgenheit in ihrem Zuhause erfahren.“ Die Diakonie verfüge über die Expertise, die Erfahrung und die Ressourcen, um professionelle und zeitgemäße Hilfe zu leisten. „Kompetent, einsatzstark und vertrauensvoll – ich bin sehr froh, dass wir so gut mit der Diakonie zusammenarbeiten“, unterstrich Trautner. Zugleich verwies sie darauf, dass gerade in Corona-Zeiten die Angebote der Jugendhilfe wichtiger denn je seien. „Familien, die bereits vor Corona belastet waren, erfahren jetzt noch größere Belastungen. Die Pandemie verschärft die Sorgen und Nöte der Menschen.“ Auf der anderen Seite habe die Corona-Pandemie sehr deutlich gemacht, wie wichtig ein Schulterschluss der unterschiedlichen Fachdisziplinen sei. Dies betreffe nicht nur die Kinder- und Jugendhilfe, sondern auch den Gesundheitsbereich, die Behindertenhilfe oder Schulen. „Eine Jugendhilfestruktur, die auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet ist, ist eine große Investition in die Zukunft unserer Kinder“, hob Trautner hervor. Und ergänzte: „Die Richtung weist uns dabei unser christlich geprägtes Wertefundament: Die Liebe zu unserem Nächsten“. In diesem Zusammenhang sei es ihr ein Herzensanliegen, dass mehr auf junge Menschen gehört und ihnen vertraut wird. Dafür werde sie sich mit aller Kraft einsetzen. Die vielen Gespräche mit jungen Menschen hätten sie inspiriert und viele Anregungen gegeben. „Diese fließen nun in ein Gesamtkonzept zur Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein“, versprach Trautner und wünschte sich für die Zukunft, im Miteinander von freien und öffentlichen Trägern weiter eng zusammenzustehen und gemeinsam neue Wege zu finden.

Dekan Peter Bertram segnet langjährige Mitarbeitende der Diakonie. Foto: Diakonie Schulz-Sembten
Dekan Peter Bertram segnet langjährige Mitarbeitende der Diakonie. Foto: Diakonie Schulz-Sembten

Anknüpfend an Trautners Positionierungen und in Anlehnung an den vorherigen Text aus Kapitel 5 des Markus Evangeliums, in dem Jesus die totgeglaubte Tochter des Synagogenvorstehers heilte, verwies Dekan Peter Bertram darauf, wie wichtig der erste Schritt hin zum Helfen sei: Den Anderen, den Nächsten wahrnehmen. „Oder in den Worten der Kanzelrednerin gesprochen: Hinschauen, Zuhören und Kümmern. All das tut unsere Diakonie“, so Bertram. Wer Menschen helfen möchte, könne zunächst nur wahrnehmen, hingehen und Raum geben.
Dabei sei der Weg vom Reden zum Tun in aller Regel weit. Umso wichtiger ist es daher, dass sich so viele Menschen in der Diakonie sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich auf den Weg machen, um andere durch schwierige Lebenssituationen hindurch zu begleiten.
Dies wurde auch am Beispiel der acht langjährigen Mitarbeitenden der Diakonie sichtbar, die im Rahmen des Gottesdienstes für 25, 30 und 35 Dienstjahre geehrt und gesegnet wurden.

In der Woche vom 11. bis 17. Oktober findet nun die Herbstsammlung zugunsten der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie in ganz Bayern statt. Mit dem Gottesdienst zum Diakoniesonntag startete die Sammlungswoche im Dekanat Traunstein. Das Spendenkonto der Diakonie im Dekanat Traunstein lautet: DE64 7105 2050 0040 7535 92, BYLADEM1TST. Der Sammlungserlös wird für die ambulante Kinder- und Jugendhilfe und für weitere Hilfen der Diakonie eingesetzt.

 

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