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Bienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule
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Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule freuen sich gemeinsam mit Schulleiter Marcus Hübl, Imker Andreas Baumer und dem OGTS-Team über den gelungenen Auftakt der Bienenwoche und präsentieren Honigwaben sowie frisch geschleuderten Honig.
Bienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-MittelschuleBienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule

Schüler erlebten die faszinierende Welt der Honigbienen

Bienenwoche an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule: Schüler erlebten die faszinierende Welt der Honigbienen

Summen, Staunen und der Duft von frischem Honig lagen in der Luft des Pausenhofs der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule. Bei bestem Sommerwetter verwandelte sich der Außenbereich in ein Klassenzimmer, in dem die Schüler der Offenen Ganztagsschule (OGTS) die Welt der Honigbienen mit allen Sinnen entdecken konnten.

Im Rahmen der Bienenwoche drehte sich alles um die faszinierende Welt der kleinen Bestäuber. Organisiert wurden die Nachmittage der Aktionswoche vom OGTS-Team des Diakonischen Werks Traunstein e.V., unter der Leitung von Konstanze-Luise Giese-Brüderl. Für jeden Tag hatten sie ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: „Wir wollten Theorie und Praxis miteinander verknüpft und Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie und Lebenspraxis, aber auch die Herkunft unserer Lebensmittel für die Schülerinnen und Schüler greifbar machen“, erzählt die OGTS-Leitung.

Zum Auftakt der Bienenwoche nahm Andreas Baumer vom Imkerverein Traunstein die Kinder mit auf eine spannende Reise in das Leben der Honigbienen. Mit viel Fachwissen und anschaulichen Beispielen erklärte er, wie ein Bienenvolk organisiert ist und welche beeindruckenden Leistungen die Tiere jeden Tag aufs Neue vollbringen. Mit großem Interesse folgten die Schüler den Erläuterungen und brachten auch einiges an Vorwissen mit. Immer wieder beantworteten sie Fragen selbst, berichteten von eigenen Erfahrungen und beteiligten sich engagiert am Gespräch. Gleichzeitig stellten sie zahlreiche neugierige Fragen und wollten möglichst genau verstehen, wie das Leben im Bienenstock funktioniert. Besonders beeindruckt waren sie von den erstaunlichen Zahlen rund um die Honigproduktion. So erfuhren sie beispielsweise, dass in einem Bienenstock je nach Jahreszeit bis zu 50.000 Bienen leben können. Staunende Gesichter gab es auch bei der Information, dass die Bienen für die Herstellung von nur einem Kilogramm Honig eine Flugstrecke zurücklegen, die etwa zweieinhalb Erdumrundungen entspricht. Anschaulich erklärte Andreas Baumer den Weg des Honigs von der Blüte bis ins Honigglas. Wie sammeln die Bienen den Nektar? Was geschieht anschließend im Bienenstock? Und wie entsteht daraus schließlich der Honig, der später auf unserem Frühstückstisch landet?

Doch Theorie blieb an diesem Nachmittag nicht lange Theorie. Mit großer Neugier verfolgten die Schüler die einzelnen Arbeitsschritte der Honiggewinnung. Eifrig halfen sie beim Entdeckeln der Waben und beobachteten aufmerksam jeden Handgriff des Imkers. Das erste große Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Die süßen Honigreste aus den Waben durften direkt probiert werden. Die Kinder konnten gar nicht genug von der goldenen Köstlichkeit bekommen und schleckten den klebrigen Honig mit sichtlichem Vergnügen von ihren Fingern. Die strahlenden Gesichter verrieten, wie sehr sie diesen besonderen Moment genossen.

Anschließend verfolgten sie gespannt den nächsten Arbeitsschritt. Die Rähmchen wurden in die Honigschleuder eingesetzt. Voller Erwartung beobachteten die Jugendlichen, wie sich der Honig langsam aus den Waben löste. Immer wieder schnellten die Hände nach oben, denn jeder wollte einmal selbst die Schleuder bedienen und erleben, wie der goldene Honig gewonnen wurde.

Möglich gemacht wurde die Bienenwoche nicht nur durch das ehrenamtliche Engagement des Imkervereins Traunstein, sondern auch durch Spendengelder von Vergissmeinnicht e.V. Mit dieser Unterstützung konnten unter anderem Honiggläser, Informationsbroschüren sowie Lebensmittel für die weitere Aktionen angeschafft werden. Auch Schulleitung und Kollegium der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule trugen die Aktion von Anfang an mit. Damit die Schüler den Nachmittag in vollen Zügen genießen konnten, gab es sogar „hausaufgabenfrei“.

„Die Bienenwoche zeigte eindrucksvoll, wie Lernen durch eigenes Erleben gelingen kann. Solche Projekte unterstützen wir an unserer Schule sehr gerne“, betonte Schulleiter Marcus Hübl. Doch damit war die Bienenwoche noch lange nicht zu Ende. Bereits am folgenden Tag stand der Besuch eines Bienenvolkes auf dem Programm. Dort konnten die Kinder die fleißigen Insekten aus nächster Nähe erleben und ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden. Außerdem wurde der selbst abgefüllte Honig in der Schulküche weiterverarbeitet. Geplant waren verschiedene Leckereien, wie Honig-Zimt-Butter, Honig-Bananen-Milch oder ein Honigjoghurt mit frischen Früchten.

Die Bienenwoche zeigte eindrucksvoll, wie Lernen außerhalb des Klassenzimmers gelingen kann. Mit viel Begeisterung, praktischen Erfahrungen und jeder Menge süßem Honig erlebten Schülerinnen und Schüler, wie spannend Natur, Nachhaltigkeit und Herkunft unserer Lebensmittel sein können. Gleichzeitig verfolgte das Projekt ein weiteres wichtiges Ziel. Die Pädagogen der OGTS griffen das Zusammenleben im Bienenstock auf, um mit den Kindern über Gemeinschaft, Verantwortung und soziale Kompetenzen ins Gespräch zu kommen. Was können wir daraus für unser eigenes Miteinander lernen? Diese Fragenstellung wird die Schüler noch das restliche Schuljahr begleiteten. So war die Bienenwoche für die insgesamt 37 Schülerinnen und Schüler der beiden OGTS-Gruppen der Jahrgangsstufen fünf und sechs weit mehr als ein spannendes Naturprojekt. Sie entwickelte sich zu einer erlebnisreichen Lernreise, die Wissen, Praxis und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verband und vielen noch lange in süßer Erinnerung bleiben wird.

Melanie Janisch
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