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Für Neues Schuljahr Gerüstet
von links: Waltraud Huber, Britta Barth, Jasmina Duskaeva, Divine Omumuawuike, Faris Khalaf Bassam, Max Karg, Andreas Meixner.

Für neues Schuljahr gerüstet

Schüler erhalten voll funktionstüchtige Laptops

Schulische Bildung ist ohne digitale Helfer nicht mehr denkbar. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung nochmals beschleunigt, der Trend ist ungebrochen. Daher ist bis jetzt unklar, in welchem Umfang nach den Sommerferien Unterricht an der Schule oder doch wieder verstärkt Lernen zu Hause, im sogenannten Homeschooling, stattfinden wird. Das setzt jedoch eine geeignete technische Ausstattung im privaten Bereich voraus. Wer sich eine solche Anschaffung nicht leisten kann, ist erheblich benachteiligt.

Besonders hart trifft diese Situation Flüchtlingsfamilien mit Kindern. In der Gemeinschaftsunterkunft Chieming leben in 17 Wohneinheiten ausschließlich Familien mit jeweils zwei bis sechs Kindern und Jugendlichen. Obwohl sie erst vor rund drei Jahren in Deutschland angekommen sind, nehmen sie mit großem Interesse am schulischen Leben teil. Während einige die Mittelschule am Ort besuchen, haben andere bereits nach kurzer Zeit den Übertritt an weiterführende Schulen wie Realschule und Gymnasium geschafft.

von links: Waltraud Huber, Britta Barth, Jasmina Duskaeva, Divine Omumuawuike, Max Karg, Andreas Meixner.

Die Verlagerung weiter Teile des Unterrichts in den privaten Bereich stellte sie vor große Herausforderungen. Mit den knapp bemessenen Geldleistungen, für die alle Anschaffungen des täglichen Lebens bestritten werden müssen, ist der Erwerb eines Notebooks oder PCs ausgeschlossen. Die Mittelschule Chieming stellte drei Leihgeräte zur Verfügung, und ist damit sogar noch unter den führenden Schulen im Landkreis, da andere überhaupt kein Gerät verleihen konnten. „Also haben wir die Familien dabei unterstützt, für die betreffenden Schüler Anträge beim Sozialamt und Jobcenter zu stellen, leider jedoch ohne Erfolg“, berichtet Waltraud Huber. Die Sozialpädagogin ist beim Diakonischen Werk Traunstein für die Flüchtlings- und Integrationsberatung in Chieming angestellt. Ihrer Einschätzung nach werden geeignete Geräte in jedem Fall dringend gebraucht, selbst wenn sich die Corona-Krise entspannen würde, da auch außerhalb von Homeschooling regelmäßig Recherchen für Schularbeiten oder das Erstellen von Referaten erforderlich sind.

Rettung in der Not kam nun von der Firma Rosenberger Hochfrequenztechnik aus Fridolfing. Sie spendeten der Diakonie für solche Notfälle einige gut erhaltene, voll funktionsfähige Laptops. „Dabei handelt es sich um Geräte, die aufgrund spezieller Anforderungen unseres Firmennetzwerks aussortiert werden müssen. Für den Privatgebrauch sind sie jedoch noch über mehrere Jahre gut einsetzbar“, erläutert Andreas Meixner. Er ist bei Rosenberger für die Ausbildung im IT-Bereich verantwortlich. Es komme daher immer wieder einmal vor, dass Geräte erneuert werden müssen. Heuer unterstützt Rosenberger mit dieser Aktion den Sozialbereich und Schulen in der Corona-Krise.

Bei der Übergabe der gespendeten Laptops freuten sich Andreas Meixner und Azubi Max Karg sehr, dass diese genau dort eingesetzt werden, wo die Not besonders groß ist. „Im Team der Flüchtlings- und Integrationsberatung und der Sozialen Dienste wurde bereits eine Liste mit einer Reihenfolge erstellt, welche Familien dringend ein solches Gerät benötigen“, berichten Britta Barth und Diakon Robert Münderlein von der Traunsteiner Diakonie. So erhalten zusätzlich zu den Familien der GU Chieming weitere Familien aus dem Landkreis Traunstein ein gut erhaltenes Laptop.

 

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