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Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Kirchen eröffnen auch in Bayern die 63. Aktion Brot für die Welt

Nürnberg, 24.11. Der Klimawandel trifft jeden Winkel der Welt: Entweder viel zu viel oder viel zu wenig Wasser ‒ das sind zwei Gesichter der gleichen globalen Krise. Seitdem die Wassermassen in Folge von Starkregen in vielen Regionen Deutschlands im Juli 2021 viele Menschenleben gekostet und massive Zerstörungen angerichtet haben, erfahren auch die Menschen in Deutschland die Folgen des Klimawandels. Und während sich in Zentraleuropa die Flutphänomene häufen, klagen Länder wie Simbabwe über immer verheerendere Dürren – denen jedes Jahr wieder heftigere Zyklone folgen, deren Regenfluten Felder und Siedlungen zerstören. Beide Gesichter der Klimakrise offenbaren schmerzhaft, dass das sensibel aufeinander abgestimmte Gesamtgefüge der Einen Welt mehr und mehr aus dem Takt gerät.

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt stellt deshalb das Klima auf der Einen Welt ins Zentrum der neuen Spendenaktion. Sie wird unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ am 1. Advent in vielen Gottesdiensten eröffnet; der bayerische Eröffnungsgottesdienst mit Diakoniepräsident Michael Bammessel, Regionalbischof Christian Kopp und Dekan Peter Bertram findet unter Einhaltung der 3G-Regel am 28. November 2021 um 10.00 Uhr in der Auferstehungskirche Traunstein statt.

„Wir spüren deutlicher denn je, dass wir auf diesem Planeten nur gemeinsam eine Zukunft haben ‒ und nur dann, wenn wir gemeinsam verhindern, dass die Zerstörungen durch Trockenheit und Überflutung weiter zunehmen, wenn wir auf die Folgen des Klimawandels mit kreativen Lösungen reagieren und seine Ursachen konsequent angehen“ so Michael Bammessel. „Die Klimakrise betrifft uns alle, aber sie trifft uns auf sehr unterschiedliche Weise: Diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben, leiden am meisten. Es sind die Ärmsten, die sich vor Dürren, Wirbelstürmen und Wassermassen nicht schützen können. Sie sind den extremen Wetterlagen direkt ausgesetzt. Ihr tägliches Brot ist in Gefahr ‒ nicht in zehn Jahren oder morgen, sondern: jetzt.“

Bammessel zufolge hat Brot für die Welt den Kampf für Klimagerechtigkeit zu einem Schwerpunkt der Arbeit gemacht. „Die Projektpartner in Simbabwe, Kambodscha, Sambia, Bolivien und in zahlreichen anderen Ländern unterstützen die Menschen dabei, innovative Ideen zu entwickeln, um gegenüber Wetterextremen widerstandsfähiger zu werden.“ Dazu gehört auch die Verwendung von traditionellem, robusten Saatgut oder der Einsatz von ausgeklügelt angelegten Steinwällen, die helfen, die Felder feucht zu halten. „Auf diese Weise entstehen Oasen des Lebens in verwüsteten Regionen. Das ist ein großer Schritt und er sichert den Menschen die tägliche Nahrung.“

Das evangelisch-lutherische Dekanat Traunstein unterstützt insbesondere das Dekanat Mpwapwa in Tansania. Hier werden aus 5 Kirchengemeinden je 10 Bäuerinnen/Bauern ausgewählt, die beispielhaft mit angepassten landwirtschaftlichen Praktiken anderen zeigen sollen, wie man mit dem Klimawandel umgehen kann. Dazu werden sie in Theorie und Praxis zu klimatischen Zusammenhängen, dem Einsatz dürreresistenter Pflanzen und dürreresistentem Saatgut, Regenwassernutzung, angepasster Methoden der Tierhaltung und Futtermittelproduktion, der Lagerung von Futtermitteln und Ernteerzeugnissen, der Krankheitsbekämpfung etc. geschult. Auch von Brot für die Welt wird dieses Projekt finanziell unterstützt.

Informationen zu Brot für die Welt (https://www.brot-fuer-die-welt.de/)
Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt“ gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt. Die bundesweite Aktion Brot für die Welt wird wie in jedem Jahr traditionell am ersten Advent eröffnet.

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