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neues Fahrzeug
Einrichtungsleiterin Nina Dötterl fährt mit dem neuen Fahrzeug vor und freut sich zusammen mit Stefanie Reu (rechts im Bild), Geschäftsbereichsleiterin der Heilpädagogische Wohngruppen und Sozialen Dienste, über den mobilen Zuwachs.

Wenn Mobilität über Teilhabe entscheidet

Ein neues Fahrzeug für das Wilhelm-Löhe-Heim – Wenn Mobilität über Teilhabe entscheidet

Im Gruppenrat einer Wohngruppe des Wilhelm-Löhe-Heims geht es wieder einmal um die Pläne für das Wochenende. Vorschläge gibt es genug: Ein Ausflug in die Stadt, vielleicht ins Kino, in die Eisdiele oder zum Bummeln. Was für viele selbstverständlich klingt, scheiterte in der Vergangenheit oft an einer ganz praktischen Frage: Ist überhaupt ein Fahrzeug frei?

„Unsere Fahrzeuge sind täglich im Einsatz“, erklärt Einrichtungsleitung Nina Dötterl. „Wenn Arzttermine, Schulfahrten oder Freizeitaktivitäten zusammenkommen, stoßen wir schnell an Grenzen. Das zusätzliche Fahrzeug verschafft uns mehr Flexibilität und kommt somit direkt den jungen Menschen zugute.“

Dank des Zuschusses der Aktion Mensch in Höhe von rund 24.000 Euro konnte die stationäre Einrichtung der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe ihren Fuhrpark um ein zusätzliches Fahrzeug erweitern. Für die aktuell 72 Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in zehn Wohngruppen leben, bedeutet das vor allem mehr Mobilität und mehr Teilhabe. Gerade im ländlichen Raum ist Mobilität nicht selbstverständlich, da öffentliche Verkehrsmittel oft keine verlässliche Alternative bieten.

Die Einrichtung begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von fünf bis 21 Jahren. Viele Wege des Alltags führen zu Schulen, Ausbildungsstellen, Therapien oder Arztpraxen. Gemeinsame Freizeitaktivitäten fördern die Gemeinschaft und ermöglichen Neues zu erleben, Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Jugendlichen haben bereits erste Ideen gesammelt. Ein Ausflug an den See steht weit oben auf der Wunschliste. Im nächsten Gruppenrat wird es daher nicht mehr um die Frage gehen, ob ein Fahrzeug frei ist, sondern nur noch darum, wohin die Fahrt gehen soll. Die Freude ist groß!

Melanie Janisch
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