Crailsheimstraße 12 | 83278 Traunstein +49 861 9898 0

Wilhelm-Löhe-Tagesstätte

Wir nehmen jedes Kind an, wie es ist

Kinder entwickeln sich:
Dafür brauchen sie Zeit. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo.

Kinder, die den Rahmen sprengen, sind eine Chance. Sie lehren uns den fremden Blick, sie zwingen uns, über Regeln nachzudenken, die viele für selbstverständlich halten.


Unsere Ziele:

Kind am BachZiel unserer Arbeit ist eine ganzheitliche heilpädagogische Förderung von Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung des sozialen Umfelds.

Wir bieten einen Lebensraum mit eigener Qualität, in dem Kinder andere Erfahrungen machen können als in Familie und Schule. Dabei spielt der integrative Aspekt, das gegenseitige Lernen von Kindern und Jugendlichen mit verschiedensten Stärken und unterschiedlichem Förderbedarf eine zentrale Rolle.


Unsere Arbeitsweise:

  • Lernen in der Gruppe ist leichter als Büffeln alleine im Studierzimmer
  • Lernen mit Körper, Geist und Seele: Alle Sinne werden angesprochen, das Kind steht stabiler im Leben
  • Lebenspraktisches Lernen bedeutet, praktische Dinge zu lernen, die das Leben für Eltern und Kinder leichter machen
  • Soziales Lernen bedeutet besser klarzukommen mit Geschwistern, mit Familie und Freunden und Schulkollegen

Unser Personal:

Pädagogische Fachkräfte im Gruppendienst: Erzieher/innen, Kinderpfleger/innen, Heilerziehungspfeger/innen
Breites Angebot von Fachdiensten für Einzelförderung und Therapie: Krankengymnastinnen, Sprachtherapeutin, Reittherapeutin, Heilpädagogen, Psychologen.
Enge Zusammenarbeit mit den Dienststellen und Angeboten des Diakonischen Werkes und Kooperation mit Beratungsstellen, Ärzten etc. in der Region

wilhelm-loehe-tagesstaette


Unsere Räume:

Kindgerecht gestaltete Gruppenräume und Funktionsräume wie Rhythmik-, Mehrzweck-, Wahrnehmungs-, Besprechungsraum, Holzwerkstätte, Töpferraum und Fachdiensträume bieten viele Möglichkeiten und sind das Umfeld, das für ästhetische Erziehung notwendig ist
Großes Freigelände und ein neu gestalteter Spielplatz, Wald und Wiesen in unmittelbarer Nähe schaffen Spiel- und Bewegungsmöglichkeit


Wer kann die Tagesstätte besuchen?

  • Kinder mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung
  • Kinder mit seelischer Behinderung und mit Verhaltensauffälligkeiten
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und mit Lernbehinderung
  • Kinder, bei denen die Familie eine Unterstützung während des Tages, nicht jedoch eine so umfassende Entlastung benötigt wie bei einem Heimaufenthalt.
  • Der Schulbesuch erfolgt im Wilhelm Löhe Förderzentrum oder in einer der umliegenden Grund- und Hauptschulen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann besuchen Sie uns doch einfach oder melden Sie sich.

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Organigramm

Organigramm der Wilhelm-Löhe-Tagesstätte

TEACCH – Ein Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus

Seit einigen Jahren kommen immer mehr Kinder mit Autismus in die Tagesstätte. Zurzeit sind dies elf unserer Kinder, was 16 Prozent ausmacht.

So habe ich mich intensiver mit der Thematik beschäftigt und bin in der Literatur und auf Tagungen immer wieder auf die TEACCH-Methode aufmerksam geworden.

Bei TEACCH handelt es sich um eines der erfolgreichsten Förderprogramme für autistische Menschen weltweit. Vor rund zweieinhalb Jahren besuchte ich eine Fortbildung beim „Autismus Oberbayern e.V.“ in München. Am Ende des letzten Schuljahres fand dann in der Tagesstätte eine Fortbildung statt, an der viele Mitarbeiter teilnahmen.


Was ist nun aber TEACCH?

T      Treatment and
E      Education of
A      Autistic and related
C      Communikation handicaped
CH   CHildren

Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Menschen.

Es handelt sich um eine Methode, die von Prof. Dr. Eric Schopler in North Carolina in den USA entwickelt wurde. Sie ist bei allen autistischen Menschen anwendbar, ganz gleich welches Alter oder welchen Entwicklungsstand sie haben.

Inzwischen weiß man aber auch, daß viele andere Kinder, z. B. mit ADHS oder geistiger Behinderung, sehr von dieser Methode profitieren.

Ausgangspunkt ist das Verstehen der Besonderheiten von Menschen mit Autismus und der damit verbundenen grundsätzlich andersartigen Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung in ihrer jeweils individuellen Ausprägung.

Durch eine klare Strukturierung und den Einsatz visueller Hilfen werden Wege gesucht, dem Betreffenden Situationen, Zusammenhänge, Erwartungen, Aufträge usw. in einer Form zu vermitteln, die er am besten verarbeiten kann.


Visualisierung

Unser übliches Hauptmedium, die Sprache, ist für Menschen mit Autismus meist schwer verständlich und verwirrend – viele Informationen kommen in zu kurzer Zeit. Visuelle Informationen dagegen bleiben sichtbar, können sehr konkret sein und sich auf das Wesentliche beschränken.


Strukturierung

Die Planung und Ausführung von Handlungsabläufen ist erschwert. Eine passende Strukturierung bietet hier eine gute Orientierung und vermittelt Sicherheit.

Visuell anschaulich gestaltete Tagespläne
Visuell anschaulich gestaltete Tagespläne

In der Tagesstätte wurde bereits Einiges nach der TEACCH-Methode umgesetzt. Hier werde ich einen Ausschnitt daraus vorstellen.

Die räumliche Orientierung in der Tagesstätte wird erleichtert durch die Türbeschilderung, durch visuelle Barrieren (z. B. Regale), die die einzelnen Bereiche (Arbeiten, Spielen etc.) voneinander abgrenzen.

Durch Symbole sind die einzelnen Bereiche gekennzeichnet.

Visuell anschaulich gestaltete Tagespläne (siehe Bild rechts) zeigen, was wann an der Reihe ist.

Hat ein Kind vergessen, was als nächstes kommt, kann es wieder nachschauen und sich darauf einstellen.


Visualisieren der verbleibenden Zeit für eine bestimmte Tätigkeit.
Visualisieren der verbleibenden Zeit für eine bestimmte Tätigkeit.

Arbeit mit Time-Timer

Ein sogenannter Time-Timer (siehe 2. Bild rechts) zeigt dem betreffenden Kind die verbleibende Zeit für eine bestimmte Tätigkeit.

Es hat also in diesem Bereich mehr Vorhersehbarkeit, es kann selbständig agieren und ist nicht immer auf einen Erwachsenen angewiesen, der entsprechende Anweisungen gibt.

Je mehr sich Kinder hier selbst steuern können, desto selbständiger werden sie.

Missverständnisse und Konflikte werden dadurch reduziert.

Visualisierter Handlungsplan
Visualisierter Handlungsplan

Visualisierter Handlungsplan

Mit einem Handlungsplan, auf dem von oben nach unten oder von links nach rechts die einzelnen Handlungsschritte bildlich dargestellt sind, kann ein Kind z. B. lernen, sich selbstständig die Hände zu waschen (siehe 3. Bild rechts), den Küchendienst zu machen oder die Zähne zu putzen.

Gerade für Menschen mit Autismus ist dies eine erfolgversprechende Methode.

Wird dies ausschließlich mit sprachlichen Hinweisen oder durch Nachahmung versucht, so stellt sich nur selten ein Erfolg ein.

Die Hilfen werden immer wieder angepasst, wenn ein Kind einen neuen Stand der Selbständigkeit erreicht hat.

Auch im häuslichen Bereich läßt sich die TEACCH-Methode einsetzen. Es wäre schön, wenn wir darüber immer mehr in einen Austausch kämen.

Frauke Hansen
Heilpädagogin der Wilhelm Löhe Tagesstätte

Gruppen der Wilhelm-Löhe-Tagesstätte Traunreut

Springmäuse Jugendgruppe Falken Delphine Wildgänse
Raben Holzwürmer Schildbürger Vorschulgruppe Marienkäfer
Jugendgruppe Teenies Konduktive Förderung

Heilpädagogische Gruppe mit konduktiver Förderung

Eröffnet am 16.09.2014 in den Räumen der Lebenshilfe, Haus Pertenstein, Salzburger Straße 7, Traunreut

Telefon: +49 8669 8611 55
E-Mail


Wilhelm-Löhe-Tagesstätte hat sich erweitert

Zum Schuljahresstart eröffnete die Wilhelm-Löhe-Tagesstätte Traunreut ihre zehnte Gruppe. Neben der heilpädagogischen Förderung ist dort das besondere Merkmal die konduktive Förderung. Nun können in der Tagesstätte nicht wie bisher 68 Kinder und Jugendliche betreut werden, sondern 76 Kinder und Jugendliche.

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Die konduktive Gruppe ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Gruppe, sie unterscheidet sich im pädagogischen und therapeutischen Konzept zu den anderen neun Gruppen. Zudem befindet sie sich nicht im Haupthaus der Tagesstätte im Wilhelm-Löhe-Zentrum, sondern im Haus Pertenstein der Lebenshilfe, rund 500 Meter entfernt vom Zentrumsgelände. Die Eröffnung wurde durch das langjährige Engagement des Vereins für konduktive Förderung möglich.

In der Gruppe werden bis zu acht Kinder im Vorschul- und Schulalter betreut. Momentan ist die Alterspanne der Kinder von vier bis elf Jahren. Mit der heilpädagogischen und konduktiven Förderung richten wir uns an Kinder mit Entwicklungs- und Bewegungsstörung. Ziel ist es, die Kinder in einem liebevollen Umfeld dabei zu unterstützen, so selbstständig wie möglich zu handeln.

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Im Alltag bedeutet das, dass die Konduktorin und die Erzieherin für jedes Kind kleine erreichbare Ziele suchen. Bei dem einen Kind heißt das beispielsweise selbstständiger beim Essen zu werden und alleine auf die Toilette zu gehen. Bei einem anderen Kind bedeutet mehr Selbstständigkeit und Aktivität Blickkontakt aufzubauen und sein soziales Umfeld wahrzunehmen.

Da die Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, ist es wichtig für sie, sich jeden Tag zu bewegen. Das geht aber nur mit Unterstützung durch Gabriella Páll-Jobbágyi. Sie dehnt die Muskulatur der Kinder oder hilft ihnen, dies selbst zu tun. In Ruhephasen werden die Kinder massiert und können sich bei ruhiger Musik entspannen. Das Besondere der konduktiven Förderung ist es, ergotherapeutische-, physiotherapeutische- und logopädische Elemente mit dem pädagogischen Alltag zu verknüpfen.

Zudem erhalten die Kinder je nach Bedarf zusätzliche Therapien unserer Fachdienste. Unser Heilpädagoge Herr Pitigane setzt hierbei viele musikalische Elemente ein. In der psychologischen Therapie ist es Psychologin Danica Wetzky wichtig, über das Spiel mit den Kindern in Kontakt zu sein. Die medizinischen Therapieangebote vertiefen die konduktive Förderung aus dem Gruppenalltag. Unsere Logopädin Frau Barth und Physiotherapeutin Frau Schreiber ergänzen in Zukunft das medizinische Fachdienstteam und sind die Haupttherapeuten für die Kinder der konduktiven Gruppe.

Erst im Mai 2014 war klar, dass wir ab September Kindern die konduktive Förderung ermöglichen können. Die Lebenshilfe bot uns, der Wihelm-Löhe-Tagesstätte Traunreut des Diakonischen Werks Traunstein e.V., Räume an, die auch aus Sicht der Regierung von Oberbayern die nötigen Standards erfüllen. Nach einigen Umbaumaßnahmen im Haus Pertenstein konnten wir nun die Räumlichkeiten anmieten und pünktlich zum Schulstart beziehen.

Der Wunsch eines konduktiven Angebots kam vor allem von Eltern, die sich im Verein für konduktive Förderung zusammengeschlossen haben. Den Startschuss für die kondutive Gruppe konnten wir geben, doch wir fühlen uns immer noch am Anfang unserer Arbeit und freuen darüber, wie Kinder und Erwachsene Schritt für Schritt zu einer Gruppe zusammenwachsen.

Es ist etwas Besonderes für uns, den Kindern und ihren Familien die Betreuung in einer konduktiven Gruppe ermöglichen zu können.

Gabriella Páll-Jobbágyi (Konduktorin) und
Christiane Drescher
(stellv. Leitung der Wilhelm-Löhe-Tagesstätte)

Freie Plätze

In der Wilhelm-Löhe-Tagesstätte stehen insgesamt 68 Plätze zur Verfügung, davon:

Kinder im Schulalter mit geistiger Behinderung 46 Plätze
Kinder im Vorschulalter mit seelischer oder geistiger Behinderung und besonderem Förderbedarf 6 Plätze
Kinder, die Hilfen zur Erziehung in einer heilpädagogischen Tagesstätte benötigen und über das Amt für Kinder, Jugend und Familie in Traunstein (Telefon: +49 861 58 0) vermittelt werden 16 Plätze

Luftbildaufnahmen Wilhelm-Löhe-Tagesstätte

Kontakt

Wilhelm-Löhe-Tagesstätte
Salzburger Straße 37, 83301 Traunreut
Telefon: +49 8669 3413 200
Telefax 08669 3413-222
E-Mail


Ansprechpartner: 

Christian Schulz-Sembten

Christian Schulz-Sembten

Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Sozialbetriebswirtin
Fachbereichsleitung Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe

E-Mail

Melanie Janisch

Melanie Janisch

Dipl.-Pädagogin (Univ.)
stellv. Leitung der Tagesstätte
Ansprechpartnerin für Aufnahmeanfragen und Praktikumsplätze
E-Mail

 

 

Anfahrtsplan

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Broschüre Wilhelm-Löhe-Zentrum

Das Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut besteht aus folgenden vier Bereichen:

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