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Mitgliederversammlung Des Diakonischen Werks Traunstein E.V.
Geschäftsführer Andreas Karau informierte Mitglieder und Gäste über das vergangene Geschäftsjahr.

Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

Am 21. Juli fand die jährliche Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks statt. In diesem Jahr wurde ins Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut geladen.

958 Mitarbeiter erwirtschaften beim Diakonischen Werk Traunstein, das in den vier Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting tätig ist, Umsatzerlöse in der Größenordnung von rund 46 Millionen Euro, dem stehen Ausgaben von rund 45,78 Millionen Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein positives Jahresergebnis von rund 220.000 Euro. Diese und viele andere Zahlen mehr erfuhren die Mitglieder der Diakonie bei der Jahreshauptversammlung im Saal des Wilhelm-Löhe-Zentrums in Traunreut. Dahinter stehen stationäre und ambulante Angebote für junge Menschen mit Behinderungen und psychischen Problemen, für Senioren und Flüchtlinge sowie die Ausbildung des fachlichen Nachwuchses.

Grußworte von Dekan Peter Bertram

Dekan Peter Betram berichtete über die Tätigkeiten des Kuratoriums.

Dekan Peter Bertram als Vorsitzender des Kuratoriums des Diakonischen Werkes fasste die Motivation für die gesamte Arbeit der Mitarbeiter in den Fachabteilungen unter dem Bibelwort „Einer trage des anderen Last“ zusammen und fügte an: „Alles, was Jesus will, ist damit gesagt.“ Dazu sei es aber notwendig, den anderen in seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und bereit und fähig zu sein, ihm Hilfen anzubieten. „Daran“, so der Dekan abschließend in seiner Einführung zur Mitgliederversammlung, „kann man sich das ganze Jahr über abarbeiten.“

Informationen aus den Fachbereichen

„Licht und Segen sein für die Region“, das sei das Ziel der Arbeit des Diakonischen Werks: Damit leitete Vorstand und Geschäftsführer Andreas Karau seinen konkreten Situationsbericht ein, bei dem räumliche Engpässe im Vordergrund standen. Vor allem im Fachbereich Schule und Bildung bestehe „enormer Handlungsbedarf bei den Räumlichkeiten“. Dabei liege der Schwerpunkt auf dem Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut, wie Karau ausführte: Derzeit seien aufwendige Überlegungen am Laufen, ob die in die Jahre gekommenen Gebäude saniert werden sollen oder ob ein Neubau die günstigere Variante sei. In jedem Fall müsse die Maßnahme europaweit ausgeschrieben werden, schließlich stünden je nach gewählter Variante Kosten in der Größenordnung von 33 bis 40 Millionen Euro im Raum. Auch bei den beiden Fachakademien für Sozialpädagogik bestehe hoher Erweiterungsbedarf aufgrund stark steigender Zahlen von Studierenden. In Mühldorf hoffe man darauf, ab dem kommenden Schuljahr vom Landkreis ein benachbartes Gebäude anmieten zu können. In Traunstein gebe es bereits intensive Gespräche, wie eine bedarfsgerechte räumliche Entwicklung realisiert werden kann.

Zahlreiche Mitglieder und Gäste nutzten die Möglichkeit, sich umfangreich über Entwicklungen im Diakonischen Werk Traunstein zu informieren.

Im Fachbereich Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe freut man sich beim Diakonischen Werk über zwei neue Angebote im Landkreis Altötting. Auf einem umgebauten Bauernhof in Schlehberg bei Kirchweidach ist eine therapeutische tiergestützte Wohngruppe für Mädchen mit emotionalen und psychosozialen Schwierigkeiten eingerichtet worden. In Altötting wurde ein Zwei-Familien-Haus erworben, in dem junge Männer mit Migrationshintergrund ambulant betreut werden. Dafür verantwortlich ist die neue Geschäftsbereichsleiterin Wohngruppen Nord, Evelyn Rauchberger. Dagegen wurden im Landkreis Traunstein vier frühere stationäre Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge aufgelöst; für die vorhandenen Plätze wurden neue bedarfsgerechte Wohn- und Betreuungsangebote für Jugendliche entwickelt.
Im Fachbereich Seniorenhilfe, beim Diakonischen Werk organisatorisch in die Diakonie Service & Pflege gGmbH ausgegliedert, wird laut Karau intensiv daran gearbeitet, die Anforderungen der neuen gesetzlichen Regelungen im „Pflege- und Wohnqualitätsgesetz“ sowie im sogenannten „Pflegestärkungsgesetz“ in den täglichen Betrieb umzusetzen, was auch Auswirkungen auf die baulichen Gegebenheiten habe. Dank einer großzügigen Spende der Dieter-und-Edith-Seidel-Stiftung konnte zusätzliches Personal eingestellt werden, um mehr Zeit für Bewohner einzusetzen und Pflegekräfte spürbar zu entlasten.
Im Fachbereich Soziale Arbeit liegt der Schwerpunkt auf dem Flüchtlingsthema. Hier sei die Asylsozialberatung erweitert worden: Allein im Landkreis Traunstein habe sich der zu beratende Personenkreis bei gleichbleibenden Personal von bisher rund 2 000 Flüchtlingen um 10 000 Migranten erhöht. Für diese Beratung investieren evangelische Kirche und Diakonisches Werk 150 000 Euro an Eigenmitteln. Zudem sei im Landkreis Mühldorf ein therapeutisches Angebot für Flüchtlinge geschaffen worden, die auf ihrer Flucht viel Gewalt erlebt haben.

Bild von links: Fachbereichsleiter Sepp Ramstetter und sein Nachfolger Stefan Rösler mit Geschäftsführer Andreas Karau und Dekan Peter Bertram.

Bild von links: Fachbereichsleiter Sepp Ramstetter und sein Nachfolger Stefan Rösler mit Geschäftsführer Andreas Karau und Dekan Peter Bertram.

Für den Fachbereich Sozialpsychiatrie ist in Burgkirchen ein Haus gebaut worden, in dem psychisch kranke Menschen betreut werden. Der Krisendienst Psychiatrie, der an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist, hat im vergangenen Jahr 1172 Menschen beraten, 215 Mal sind Hilfesuchende von Mitgliedern des Krisendienst-Teams aufgesucht worden. Die Gebietskoordination des Krisendienstes für unsere Region liegt in Händen von Hermann Däweritz von der Diakonie. Im Fachbereich Sozialpsychiatrie gibt es demnächst einen Wechsel: Der langjährige Leiter Sepp Ramstetter geht in Rente, für ihn folgt ab August Stefan Rösler, bisher bei der bayerischen Staatsverwaltung tätig.

Neues aus der Geschäftsstelle

An der Geschäftsstelle des Diakonischen Werks in Traunstein gebe es inzwischen eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, und auch an der Verbesserung der räumlichen Rahmenbedingungen werde derzeit intensiv gearbeitet, wie Karau informierte. Sein Dank galt abschließend neben allen Mitarbeitern den Stiftungen, die die Arbeit mit viel Geld unterstützen: der Dr. Johannes Heidenhain-Stiftung, der Unterforsthuber-Stiftung sowie der Dieter-und-Edith-Seidel-Stiftung.

Text: Hans Eder

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