Dank Aktion Mensch mit Spezialfahrrädern zu mehr Mobilität und Teilhabe
Zwei neue Spezialfahrräder erweitern die Bewegungsangebote der Heilpädagogischen Tagesstätte der Diakonie im Wilhelm-Löhe-Zentrum Traunreut. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Förderung der Aktion Mensch in Höhe von 20.000 Euro. Bei einem ersten Therapienachmittag konnten Kinder und Jugendliche die Räder auf einem Übungsparcours vor der Einrichtung ausprobieren.
Zwischen bunten Hütchen lernten sie unter fachlicher Begleitung, die Fahrzeuge zu lenken und Kurven zu fahren. Die Therapeutinnen und Pädagoginnen passten die Übungen jeweils an ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse an. Anfangs waren manche noch vorsichtig. Mit jeder Runde wuchs jedoch die Sicherheit, und bald wollten einige gar nicht mehr vom Rad steigen. „Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder mit den neuen Rädern haben. Genau dafür haben wir das Projekt auf den Weg gebracht“, sagt Christiane Drescher, stellvertretende Leiterin der Tagesstätte und verantwortlich für das Projekt.
In der Heilpädagogischen Tagesstätte begleitet die Diakonie derzeit 72 Kinder und Jugendliche in neun Gruppen. Individuelle Förderangebote unterstützen sie in ihrer Entwicklung. Für manche von ihnen ist Fahrradfahren aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nur mit einem geeigneten Fahrzeug möglich.
Angeschafft wurden ein elektrisch unterstütztes Dreirad und ein elektrisch unterstütztes Paralleltandem. Zur geförderten Ausstattung gehören außerdem Fahrradhelme, Warnwesten und Fahrradschlösser. Künftig sollen die Räder regelmäßig für therapeutisch begleitete Bewegungseinheiten, individuelle Fahrtrainings und betreute Ausflüge eingesetzt werden, wie etwa zum Spielplatz, in den Park oder zur Eisdiele.
Auch Einrichtungsleiterin Julia Fakler probierte eines der Räder auf dem Parcours aus. „Mobilität bedeutet weit mehr als von einem Ort zum anderen zu kommen“, betont sie. „Sie eröffnet Möglichkeiten zur Teilhabe, stärkt das Selbstvertrauen und schafft Erlebnisse, die vielen unserer Kinder und Jugendlichen sonst verwehrt blieben.“
Beim ersten Einsatz zeigte sich bereits, was das Projekt „FahrMIT“ ermöglichen kann: neue Bewegungserfahrungen, mehr Sicherheit und die Freude darüber, eine Kurve gemeistert zu haben.
Melanie Janisch



