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Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis

der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein e.V. soll dieses diakonische Gedankengut weiter tragen. Das couragierte Handeln von Dietrich Bonhoeffer steht für eine Ethik der Verantwortung und für die Bereitschaft, für sich und andere etwas zu tun.

Der Preis soll Jugendliche/junge Erwachsene/Schülerinnen/Schüler auszeichnen, die Not oder unrechtes Tun beim Namen nennen und das Richtige zu tun wagen – eben couragiert handeln – auch auf die Gefahr hin, durch das soziale Handeln persönliche Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Die deutlich machen, dass sich beim couragierten Handeln authentisches Leben mit praktischem Engagement verbindet;

Wir suchen junge Menschen,

die deutlich machen, dass sich beim couragierten Handeln authentisches Leben mit praktischem Engagement verbindet.
Sicher gibt es bereits in diesem Sinne verwirklichte bzw. noch laufende Aktivitäten oder Projekte in Schulen und Jugendverbänden des Dekanatsbezirks Traunstein, die ausgezeichnet werden können.

Der Dekanatsbezirk Traunstein umfasst die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein. Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis richtet sich an alle Jugendlichen/jungen Erwachsenen/Schülerinnen/Schüler dieser vier Landkreise, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit.

Darstellung der Aktion oder des Projektes

Wir wünschen uns eine Darstellung der Aktion oder des Projekts in Form eines knappen und prägnanten schriftlichen Berichts. Ergänzende Ton- und Bildaufzeichnungen, Fotos oder andere Dokumentationen sind von Vorteil.

Folgende Angaben sollten jedoch unbedingt eingereicht werden:

  • Name, Anschrift, Telefonnummer; evtl. E-Mail-Adresse oder Faxnummer des Einsenders.
  • Anschrift, Art und Größe der Schule, des Jugendvereins oder der Einrichtung.
  • Thema, Beteiligte, Zeitpunkt und Dauer der Aktivitäten oder des Projekts.
  • Darstellung der Ziele
  • Stichwortartige Zusammenfassung

Wir zeichnen im zweijährigen Rhythmus aus

Jugendliche und junge Erwachsene aus den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein, die besonders couragiert gehandelt oder sich besonders sozial engagiert haben.

Bewerbungen oder Vorschläge sind beim Diakonischen Werk Traunstein e.V. einzureichen.


 

Der Dietrich-Bonhoeffer-Preis ist mit insgesamt 2.000 Euro dotiert.

Die Jury entscheidet über die Aufteilung.

Informationen zur Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

Die Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein unterstützt diakonische Aufgaben im Dekanatsbezirk. Das Stiftungskapital bleibt dauerhaft erhalten. Es darf nicht angetastet werden. Zinserlöse und Spenden werden jährlich für den Förderzweck eingesetzt. Erbschaften, Nachlässe, Schenkungen etc. stärken das Stiftungskapital und ermöglichen damit langfristige Hilfen.

Die Hilfe der Förderstiftung umfasst vier Bereiche:

  • Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis wird couragiertes Handeln und besonderes soziales Engagement junger Menschen gefördert und ausgezeichnet.
  • Mit den Hilfen für Senioren ermöglicht die Förderstiftung wichtige zusätzliche Leistungen speziell für demenzkranke Senioren, die über Pflegesätze nicht finanziert werden können.
  • Einzelfallhilfen kommen Menschen zugute, die durch unvorhersehbare Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Unfall, Erkrankung oder Tod eines Angehörigen in eine dramatische Notlage gerieten.
  • Die Förderstiftung unterstützt Beratungsangebote, die zwar dringend notwendig sind, von öffentlichen Stellen jedoch nur völlig unzureichend oder gar nicht bezuschusst werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Bereiche enthält die Broschüre „Für Zivilcourage und soziales Engagement“:

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Stiftungsbroschüre


Für die Stiftung:

Gottfried Stritar
Dekan i.R., Stiftungsvorstand

Dietrich Bonhoeffer

Uns interessieren Aktivitäten und Projekte wie:

  • Jugendliche/junge Erwachsene organisieren eine Veranstaltung zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern.
  • Jugendliche/junge Erwachsene unterstützen Asylsuchende, die nach Flucht und Vertreibung aus ihrem Land bei uns Hilfe suchen.
  • Jugendliche/junge Erwachsene schreiten ein, wenn Menschenwürde und Menschenrechte verletzt werden, z.B. wenn Außenseiter oder Angehörige von Minderheiten angegriffen werden, wenn behinderte Menschen ausgegrenzt werden, wenn …
  • Schülerinnen/Schüler engagieren sich als Schul-, Klassensprecher oder in der SMV in herausragendem Maße für Mitschüler.
  • Jugendliche/junge Erwachsene treten ein für die Förderung gewaltfreier Konfliktlösungen und Friedensfähigkeit, z.B. durch die Entwicklung von Streitschlichterprogrammen, Förderung von Möglichkeiten des Erlernens einer Diskussions- und Streitkultur, Entwicklung von Konzepten zur Gewaltprävention…
  • Jugendliche/junge Erwachsene führen Projekte zu aktuellen Themen durch, u.a. Podiumsdiskussionen zu Themen wie „Streitkultur“, „Couragiertes Handeln“, „Bürgermut“…
  • Schülerinnen/Schüler treten an ihrer Schule für Mitbestimmung ein und engagieren sich für deren Umsetzung im Schulalltag.
  • Jugendliche/junge Erwachsene setzen sich für die Schaffung sozialer Gerechtigkeit ein, für die Förderung von Solidarität, Gemeinsinn und Integration.
  • Jugendliche/junge Erwachsene geben ein Beispiel für interkulturelles Zusammenleben.
  • Jugendliche/junge Erwachsene setzen sich für die Weiterentwicklung des interreligiösen Dialogs ein.
Dietrich Bonhoeffer

Wer war Dietrich Bonhoeffer?

Dietrich Bonhoeffer, geboren am 4. Februar 1906 in Breslau, war evangelischer Theologe und Studentenpfarrer in Berlin.

Schon 1933 gilt er als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Er tritt für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Er wird zu einem der führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung.

1943 wird er verhaftet und bleibt ohne Gerichtsverfahren inhaftiert.

1945 wird er im KZ Flossenbürg durch die SS ermordet.

Bereits auf der großen ökumenischen Konferenz von Fanö 1934 bezog Bonhoeffer angesichts der Aufrüstungs-Politik der Nazi Regierung eindeutig Position:

„Es gibt keinen Frieden auf dem Weg der Sicherheit … Friede muss gewagt werden“

 

 

 

Ausführliche Informationen zu Dietrich Bonhoeffer

 

Ausführliche Informationen mit fundierten Beiträgen, Zitaten und Bildern zu Dietrich Bonhoeffer finden Sie auf der ausgezeichnet aufbereiteten Internetseite www.dietrich-bonhoeffer.net.

Eine Jury entscheidet …

Fritz Stahl

Fritz Stahl
Alt-Oberbürgermeister
stellvertretender Vorstand des Stiftungsrates

„Gute Beispiele zeigen, wie man durch den Mut zu praktizierter Mitmenschlichkeit Lebensfreude gewinnen kann.“

Gabriela Hofmann

Gabriela Hofmann
Dipl.-Religionspädagogin (FH)
Leiterin des Schulreferats im Dekanat Traunstein

„Die vielen jungen Menschen mit starken Werten, engagiertem Einsatz für andere und großem sozialem Engagement sind unsere gesellschaftlichen Hoffnungsträger.“

Bernd Rohrbach

Bernd Rohrbach
Diakon, Leiter der evangelischen Dekanatsjugendstelle Traunstein

„Jugendliche, die sich für andere einsetzen und mit tatkräftigem sozialem Engagement Zeichen setzen, können sich nicht nur an den Fußstapfen eines Vorbilds wie Dietrich Bonhoeffer orientieren, sondern auch selbst deutliche Spuren hinterlassen, die andere anstecken und ermutigen.“

Gottfried Stritar

Gottfried Stritar
Theologe, Dekan i.R.
1. Vorsitzender der Förderstiftung Traunstein

„Mit diesem Preis sollen Jugendliche zu Zivilcourage und sozialem Engagement ermutigt werden.“

Andreas Karau

Andreas Karau M.Sc.
1. Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein e.V.

„Wir brauchen eine starke junge Generation, die sich mutig für andere einsetzt.“

Michael Väth

Michael Väth
Pfarrer, Leiter der Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein

„Erziehung gelingt durch überzeugende Vorbilder. Wie im Besonderen durch junge Menschen, die sich engagiert für andere einsetzen.'“

Preisverleihung 2017

In diesem Jahr wurden aufgrund des besonderen sozialen Engagements alle zehn vorgeschlagenen Projekte im Rahmen der Preisverleihung, die am 20.07.2017 im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Traunreut stattfand, ausgezeichnet.

1.Preis

Den ersten Preis erhielt das Sozialprojekt „Mindzone“, welches szenenahe Suchtpräventionsarbeit innerhalb der Party- und Clubszene leistet.
Vorgestellt haben Katharina Stelzer und Elisabeth Haunerdinger ein bayernweites Projekt, das an die Caritas-Fachambulanz angegliedert ist. Etwa 20 junge Leute zwischen 14 und 30 Jahren sind hierbei auf Partys, Events und Festivals engagiert, sogar beim Chiemsee-Summer. Dort suchen sie Kontakt zu jungen Erwachsenen und klären über Drogen auf und haben die sogenannte „Rauschbrille“ im Einsatz. Die Jury honorierte hierbei vor allem die Beständigkeit– schon seit dem Jahr 2004 – und den Mut, der vor allem Gleichaltrigen gegenüber notwendig sei.

2.Preis

Der zweite Preis erging an eine Gruppe Jugendlicher, die sich eigenverantwortlich um die Organisation der Kinderbetreuung kümmert, damit die Mütter am Projekt „Sprach-Café“ des Arbeitswohlfahrt-Kreisverbandes teilnehmen können.
Hier berichtete Natalia Wolf von der Ehrenamtskoordinationsstelle der AWO über  den Einsatz von Jana Augustin-Wimmer und Lucia Selbertinger sowie Emma und Ben Polster-Bergert aus Traunstein beim AWO-Projekt „Sprach-Café“. Die Jugendlichen betreuen schon seit vergangenem September Kinder von acht Frauen, die einen Sprachkurs besuchen. Mit diesem Preis sollte laut Jury ein Projekt herausgehoben werden und die Tatsache, dass hier bei außerordentlich junge Menschen stetigen Einsatz zeigen.

3.Preis

Emma Buggisch, Schülerin der Mädchenrealschule Sparz, erhielt den dritten Preis für ihre überzeugende Rede bei der jährlichen Gedenkfeier in Surberg für die Opfer des Massakers vom 3. Mai 1945.
Anlässlich dieser Feier beeindruckte sie mit einer ergreifenden Rede, bei der sie sich mit Paul Celans „Todesfuge“ auseinandersetzte. Vorgestellt wurde sie von Religionslehrer Peter Klein. Klein hob ihren Mut hervor, in einer entscheidenden Situation Ja  gesagt und dabei die Erwachsenen in die Pflicht genommen zu haben. Diese sollten „vormachen, wie es geht“. Die Jury betonte bei der Preisvergabe die außerordentliche Zivilcourage von Emma Buggisch.

Weitere Honorierungen

Einsatz für Partnerschule in Tansania

Seit dem Schuljahr 2008/09 bestehen zwischen dem Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut und der Shule kwa watoto wenye ulemavu wa viungo (Schule für Kinder mit körperlichen Behinderungen) am Faraja Diaconic Centre in Tansania partnerschaftliche Beziehungen.
Im Herbst 2016 aber ergriffen die Schüler selbst über die Schüler-Mitverwaltung – und besonders in Person der beiden Schülersprecherinnen Priscilla Krause und Alexandra Jakob – die Initiative. Nachdem sie sich eingehend über die Lern- und Lebenssituation ihrer Altersgenossen in Tansania erkundigt hatten, wollten sie auch den Blick ihrer Schulkameraden wieder mehr auf das Schicksal der körperlich beeinträchtigten Schüler in Faraja richten.

 Engagement im Rahmen der Brückenschule

Ausgezeichnet wurden Nuria Ishaq und Sarah Fischbacher, die von Marianne Penn, Sozialreferentin der Stadt Trostberg, vorgeschlagen wurden. Zwei Mädchen des Hertzhaimer-Gymnasiums Trostberg unterstützen junge Flüchtlinge im Rahmen der Brückenschule und auch eine Schülerin der Mittelschule individuell nach Bedarf mit Nachhilfestunden.

P-Seminar des ChG – Menschen für Menschen im Heimatraum, Hilfsprojekt konkret

Die Gruppe des Projekt-Seminars „Menschen für Menschen im Heimatraum – Hilfsprojekt konkret“ des Chiemgau Gymnasiums Traunstein, vorgestellt von Frau Bruni Kraus, schaffte durch geplante Begegnungen intensiven und freundschaftlichen Kontakt mit gleichaltrigen Flüchtlingen aus Traunstein und Umgebung.

Arbeitskreis Karakorum

Der Arbeitskreis Karakorum besteht seit 2014 und ist mit 10 bis 15 Mitgliedern aller Jahrgangsstufen besetzt (diese bleiben meist ihre gesamte Schulzeit Mitglieder). Die Mitglieder des AK Karakorum des Karlsgymnasium Bad Reichenhall organisieren jedes Jahr Aktionen, um Spenden zu sammeln, z.B. Tombola beim Sommerfest, Grußaktionen zu Allerheiligen und Ostern, Blumengrußaktion zu Valentin, Verkauf von Ansichtskarten beim Elternsprechtag, Benefiz-Vorträge und andere Veranstaltungen und vor allem: das Benefizkonzert des Karlsgymnasiums. Seit Bestehen des AK wurden bereits mehr als 30 000 Euro an Spenden gesammelt.

Heldin des Alltags

Gül Ergüden vom Rottmayr-Gymnasium Laufen zeigt in vielfältigen Bereichen ihr soziales Engagement. Sowohl als Tutorin oder Mitwirkende des Streitschlichter-Team der Schule als auch im Rahmen des Vereins „Kontakte“. Hier arbeitet Gül mit jungen ausländischen Kindern, um diesen die Integration in die deutsche Gesellschaft zu erleichtern.

Held des Alltags

Als Klassensprecher, Jahrgangsstufensprecher, Schulsprecher tritt Tobias Lengdobler vom Rottmayr-Gymnasium Laufen auch bei tiefgreifenden Problemen als Spannungslöser auf. Unter Einsatz seiner sportlichen und musikalischen Talente gelingt es ihm stets, seine Mitschüler zu motivieren und zu neuen Höchstleistungen anzuspornen. Sein soziales Engagement, auch in Zusammenarbeit mit der Schulsozialpädagogin, hat das lernfördernde Klassenklima unterstützt und auch lernschwache Schüler wieder mit ins Boot geholt. In seiner Freizeit engagiert sich Tobias noch bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Jung und Alt lernen voneinander

Eine Gruppe junger Schüler der Achental-Realschule Marquartstein besucht innerhalb dieses Projekts wöchentlich einen festen Kreis von Senioren. Dabei übernehmen die Schüler Einkäufe oder erklären „ihren“ Senioren den Umgang mit neuen Medien, wie z. B. Tablets. Im Gegenzug Teilen die Senioren Erfahrungen aus vergangenen Zeiten. Das Projekt findet seit dem Jahr 2012 regen Zuspruch.

Kontakt

Dietrich Bonhoeffer Preis der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein

Crailsheimstraße 12, 83278 Traunstein
Telefon: +49 861 9898 0
E-Mail


Ansprechpartner: 

Andreas Karau M.Sc.

Andreas Karau

1. Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein e.V.
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