Tanja Eckert und Nicole Sandner gewinnen Sozialpreis

 

Für Engagement im Lebenshilfe-Wohnheim mit Dietrich-Bonhoeffer-Preis ausgezeichnet

 

 

Bild: Preisträger

Dekan Gottfried Stritar überreichte an

Tanja Eckert (Mitte) und Nicole Sandner

die Urkunden zum Dietrich-Bonhoeffer-

Preis.

Bild: Hans Eder

 

Tanja Eckert und Nicole Sandner von der Mittelschule Freilassing sind über das ganze Schuljahr hinweg an einem Nachmittag pro Woche mit den behinderten Menschen des Lebenshilfe-Wohnheims in Freilassing zum Einkaufen gegangen, haben mit ihnen gekocht, sie bei ihrer Arbeit in der Werkstätte besucht und mit ihnen zusammen gefeiert. Dabei ist ein schönes Miteinander entstanden. Die behinderten Menschen haben sich über die zwei Mädchen gefreut, die regelmäßig zu ihnen gekommen sind. Und die zwei Mädchen dürfen sich jetzt über einen Preis freuen: Sie sind für ihr soziales Engagement mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Preis der Förderstiftung des Diakonischen Werks Traunstein ausgezeichnet worden.

 

Stolz auf Schule und Schüler

 

Angestoßen wurde das Projekt vom Religionslehrer der Freilassinger Mittelschule, Georg Simmerl. Bei seiner kurzen Ansprache bei der Preisverleihung im Wilhelm-Löhe-Zentrum in Traunreut meinte er, er sei an diesem Tag "ein wenig stolz auf die Schule und die Schüler" und freue sich, dass sie für den Preis ausgewählt worden sind – gerade auch deshalb, weil es die Mittelschulen oft schwer haben, positiv in die Schlagzeilen zu kommen: "Das baut uns auf, bestätigt uns und gibt uns ein positives Gefühl." Der Lebenshilfe dankte Simmerl, dass sie diese Patenschaft zwischen den Schülerinnen und dem Behinderten-Wohnheim ermöglicht habe - als ein Projekt, das sozial und auf Kontinuität ausgerichtet sei, nicht einfach ein Schnellschuss. Damit habe man den Schülerinnen etwas Spannendes vom Leben zeigen können, sie konnten in eine ungewöhnliche Lebenssituation reinschmecken, was einen Zuwachs an Erfahrung und gutem Gefühl gebracht habe.

 

Freilassings zweiter Bürgermeister Karlheinz Knott zeigte sich ebenfalls stolz auf das Engagement der beiden Mittelschülerinnen. Sein Dank galt den Mädchen, aber auch der Schule, ihrem Lehrer sowie den Eltern, "die bei solchen Aktionen auch mitmachen müssen". Es sei toll, wenn sich junge Menschen sozialer Arbeit widmeten und dabei ihre Erfahrungen machten. Sie hätten dabei Kontakt gewonnen zu Menschen, die nicht im vollen Leben stehen können. Die Bewohner des Lebenshilfe-Heims hätten sich gefreut, diese beiden jungen Damen zu haben, die sie regelmäßig besuchen kamen. Der Bonhoeffer-Preis sei eine tolle Sache, sagte Knott, die Auszeichnung gut angelegt.

 

Die beiden Preisträgerinnen, beide in Freilassing zu Hause, verlassen jetzt die Schule. Tanja Eckert will Arzthelferin werden, Nicole Sandner macht ein Berufsvorbereitungsjahr.

 

Hans Eder

freier Journalist

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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