Der Mobile Sonderpädagogische Dienst - MSD
Der MSD, den das Wilhelm Löhe Förderzentrum anbietet, folgt den gesetzlichen Vorgaben sowie den Ausführungsrichtlinien, wie sie von der Regierung von Oberbayern vorgegeben wurden. Der MSD dient der Förderung von Kindern und Jugendlichen in Grund- und Hauptschulen, die durch Sinnesbeeinträchtigungen, Körperbehinderungen, Sprachbehinderungen sowie Schwierigkeiten im Lern- und Sozialverhalten auffallen.
Der MSD unterstützt diese Schüler, damit sie an den allgemeinen Schulen mit Erfolg lernen und eine allseitige soziale Handlungsfähigkeit erwerben und somit an diesen Schulen verbleiben können. Der MSD versteht sich deshalb als ein präventives und integratives Angebot für Schüler mit Schulproblemen.
Im Zuge des sogenannten Paradigmenwechsels ist grundsätzlich jeder Schüler zunächst einmal an seiner Heimatschule individuell zu fördern. Das beinhaltet die Verpflichtung der allgemeinen Schule, auch oben genannte Schüler zu betreuen.
Der MSD sollte deshalb erst angefordert werden, wenn die Grund- oder Hauptschule mit ihren Möglichkeiten eine weitere Stützung des betroffenen Schülers nicht mehr gewährleisten kann. Dies wird in der Regel der Fall sein, wenn innere Differenzierungsangebote, zusätzliche Förderstunden sowie der Einsatz von Förderlehrern und Fördermaterial ausgeschöpft sind.
Der MSD wird erst dann in Aktion treten, wenn eine ausführliche Stellungnahme der Klassenlehrkraft zur Situation des Schülers hinsichtlich Leistung und Verhalten vorliegt und der zuständige Beratungslehrer oder Schulpsychologe dies durch eine diagnostische Abklärung bestätigt.
Das Wilhelm Löhe Förderzentrum hat zur Erleichterung der Stellungnahme der Klassenlehrkraft je einen Fragebogen für die erste bis dritte Klasse und einen für die vierte und die Hauptschulklassen an die Schulleitungen als Kopiervorlage herausgegeben.
Der MSD hat folgende Möglichkeiten, seine Aufgaben wahrzunehmen:
- Beobachtung des Schülers im Unterricht mit sich daraus ergebenden Empfehlungen zur Förderung wie z.B. Erstellung eines Förderplanes
- Empfehlung von medizinischen und anderen Fachdiensten:
Kinderarzt - Facharzt - Therapeuten - Beratungsstellen - Jugendamt - SPZ - Sozialpädiatrisches Zentrum - regelmäßige Förderung durch den MSD über einen kürzeren oder längeren Zeitraum, um einen Verbleib an der Regelschule zu ermöglichen.
- Empfehlung des Schulwechsels an eine Förderschule, wenn der Förderbedarf so groß ist, dass ihm durch den MSD nicht mehr entsprochen werden kann.
Der MSD des Wilhelm Löhe Förderzentrums ist sehr gefragt. Deshalb sollte er frühzeitig beantragt werden, denn momentan ist immer mit Wartezeiten zu rechnen. Dabei kommt es darauf an, das Gutachten des Beratungslehrers oder des Schulpsychologen und den vom Grund- bzw. Hauptschulkollegen ausgefüllten Fragebogen gleichzeitig einzureichen. Wird nur eins von beiden abgegeben, so kann keine weitere Bearbeitung erfolgen.
Im Schuljahr 2011/12 sind im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst tätig:
Karen Auer, StRin FS
Eva-Maria Bock, StRin FS
Julia Runge, StRin FS


