Der Integrationsfachdienst
"Die Integrationsfachdienste sind Dienste Dritter, die bei der Durchführung der Maßnahmen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben beteiligt werden." (§ 109 SGB IX)
Das Diakonische Werk Traunstein e.V. hat im Trägerverbund mit dem Verein "Projekte für Jugend- und Sozialarbeit e.V." und der "Johann Peters Gemeinnützigen Stiftungsgesellschaft mbH" den Integrationsfachdienst Oberbayern-Ost gegründet. Er hat seinen Sitz in Traunstein mit Außenstellen in Bad Reichenhall, Altötting und Waldkraiburg und bietet umfangreiche Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen und Arbeitgeber in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Mühldorf.
Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben
- durch Beratung, Unterstützung und Vermittlung schwerbehinderter Menschen zum Erhalt eines geeigneten Arbeitsplatzes
- Information, Beratung und Hilfeleistung an Arbeitgeber.
Zudem leisten wir umfangreiche Netzwerkarbeit sowie Dienstleistungen zur Prävention nach § 84 SGB IX. Außerdem besteht ein Hilfsangebot zur psychosozialen Betreuung in Krisen. Jeder von einer Behinderung betroffene oder bedrohte Mensch kann Kontakt zu uns aufnehmen und wird kompetent beraten. Sollten wir selbst für ein Anliegen nicht zuständig sein, vermitteln wir den richtigen Ansprechpartner.
Wir helfen
- bei der Antragstellung zur Feststellung des Grades der Behinderung und anderer Anträge bei den Versorgungsämtern
- bei der Eingliederung in den Beruf in Zusammenarbeit mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Werkstätten für behinderte Menschen
- bei der Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand im Kontakt mit den Krankenkassen, Ärzten, Betrieben, Arbeitsämtern und Rehabilitationsträgern
- im Kündigungsverfahren und bei Problemen am Arbeitsplatz durch Mediation in den Betrieben, Analysen des Arbeitsplatzes und seiner behinderungsgerechten Ausstattung
- indem wir Menschen über einen längeren Zeitraum begleiten, um ihre Arbeitsleistung zu sichern
- bei einer realistischen Leistungseinschätzung
- bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen, Trainingsmaßnahmen und Arbeitsplätzen
Auch Besuche am Arbeitsplatz gehören zu den Aufgaben der Fachberater
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Die Beratung erfolgt schweigepflichtgeschützt. Informationen und Dienstleistungen finden auf unterschiedlichen Ebenen statt. Auf Führungsebene informieren wir über die gesetzlichen Vorgaben und ein effektives "Disability Management". Die Personalverantwortlichen beraten wir über finanzielle Leistungen der Integrationsämter zum Ausgleich von Minderleistung oder einem notwendigen Betreuungsaufwand und zur Möglichkeit der Kostenübernahme für Schulungen oder Qualifizierungsmaßnahmen, die die Weiterbeschäftigung behinderter Mitarbeiter sichert. Zudem beraten wir in Bezug auf die behinderungsgerechte Ausstattung von Arbeitsplätzen und die Einstellung schwerbehinderter Menschen. Ebenso beraten wir in Kündigungsanliegen. Wir helfen bei der Einsparung von Ausgleichsabgaben.
Gemeinsam mit dem Betriebsarzt und dem Vorgesetzten helfen wir bei der Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand und begleiten den Betroffenen auf seinen Wunsch, auch über einen längeren Zeitraum, zurück in ein gesichertes Arbeitsleben. Die Schwerbehindertenvertreter oder Betriebsräte unterstützen wir beim Erstellen einer Integrationsvereinbarung und der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Wir vermitteln in Konflikten zwischen einem behinderten Mitarbeiter und dem Vorgesetzten oder den Kollegen. Auf Betrieblicher Ebene bieten wir Schulungen, Vorträge und Informationsveranstaltungen zu allen Themen im Bereich Behinderung und Arbeit an.
Zusammenarbeit und Kooperation
Der Integrationsfachdienst pflegt die Kontakte zu den Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, niedergelassenen Ärzten und Fachärzten (Neurologen, Psychologen, Orthopäden etc.) ebenso wie zu den Diensten der sozialen und psychosozialen Versorgung in der Region. Er wird vom Integrationsamt und von den Rehabilitationsträgern beauftragt. Er ist kollegial vernetzt mit den Fachdiensten für spezielle Behinderungsarten. Er arbeitet zusammen mit den Einrichtungen der schulischen oder beruflichen Bildung oder Rehabilitation und den Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und berufsständigen Organisationen. Er kennt die zuständigen Berater und Vermittler bei der Arbeitsagentur und der ARGE sowie die Reha. Berater.
Der Integrationsfachdienst geht in die Betriebe um über sein Anliegen zu informieren. Er nutzt dabei das umfangreiche Material der Integrationsämter. Er verweist auf die Schulungsangebote der Integrationsämter für Arbeitgebervertreter und Schwerbehindertenvertreter. Er bietet auch selbst Schulungen und Vorträge an, z.B. zu den Themen Integrationsvereinbarungen, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Behinderungsarten, gesetzliche Vorgaben nach dem SGB IX, Ausgleichsabgabe, Mediation und Krisen etc.
Die Außenstelle des Integrationsfachdienstes in Altötting ist dem Soziapsychiatrischen Dienst der Diakonie Traunstein angegliedert, weil sein Schwerpunkt die Betreuung von Menschen mit einer Behinderung aufgrund einer seelischen Erkrankung ist. Der Sozialpsychiatrische Dienst und der Integrationsfachdienst sind Teile des Gemeindepsychiatrischen Verbundes (GPV). In einer akuten Krise wissen wir, was zu tun ist und kennen die richtigen Wege. Droht aufgrund einer schwierigen Situation am Arbeitsplatz der Verlust der Beschäftigung, kann der Integrationsfachdienst oft noch helfen, auch wenn eine Lösung unmöglich scheint. Hier ist es egal, ob der Betroffene selbst, der Arbeitgeber, der Arzt oder ein Angehöriger den Weg zu uns sucht.
Adressen, Links und weitere Information finden Sie auf der Webseite des Integrationsfachdienstes Oberbayern-Ost




